Apple könnte Chip-Produktion wieder in USA verlagern

Julien Bremer 1

Alle Jahre wieder gibt es im Vorfeld einer iPhone-Produktion das Rätsel darum, welcher Zulieferer die Chips der Smartphones produziert. Neuesten Berichten zufolge könnte Apple die Herstellung der Prozessoren wieder in die USA verlagern.

Apple könnte Chip-Produktion wieder in USA verlagern

In den letzten Jahren gab es ein Rennen zwischen Samsung und Taiwans Semiconductor Manufactoring Company (TSMC), wenn es um die Produktion der Apple-Prozessoren für die neuen iPhones und iPads geht. Beim aktuellen A8-Chip, der unter anderem im iPhone 6 und 6 Plus verbaut wurde, soll TSMC den Zuschlag für den Großteil der Komponenten bekommen haben.

Doch derzeit werden bereits die Aufträge für die kommende Prozessor-Generation verhandelt. Wie die Digitimes (via Cult of Mac) berichtet, soll TSMC nicht bereit gewesen sein, sich auf einen weiteren Preiskampf einzulassen und aus den Verhandlungen ausgestiegen sein. Stattdessen ist der US-Hersteller GlobalFoundries in den Poker eingestiegen und konkurriert nun mit Samsung um die Aufträge.

Sollte sich Apple mit dem ebenfalls im Silicon Valley beheimateten Unternehmen einigen, würde die Prozessor-Produktion in die USA verlagert werden. Bei den Kunden in den USA dürfte ein solcher Wechsel das Image des Herstellers verbessern. Außerdem würde man sich damit weiter von der Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Samsung lösen.

Im Jahr 2012 hat Apple angekündigt, zukünftig wieder vermehrt in den USA produzieren zu wollen. So ist der neue Mac Pro der erste Rechner seit langem, der in Apples Heimatland hergestellt wird. Mit dem Saphir-Spezialisten GT-Advanced hat Apple versucht, Displays aus dem hochwertigen Material herzustellen - ebenfalls in den USA. Die Zusammenarbeit scheiterte aber kürzlich an der Zahlungsunfähigkeit des Partners. Mit dem Wechsel zu GlobalFoundries würde Apple seiner damaligen Ankündigung ein Stück weit nachkommen.

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