Apple & Lootboxen: Richtlinien verlangen Transparenz von App-Herstellern

Luis Kümmeler

Nach der jüngsten Lootbox-Kontroverse, die es auch in Politik und Massenmedien geschafft hat, zieht Apple offenbar Konsequenzen. Das Unternehmen hat seine Richtlinien für App-Entwickler aktualisiert und fordert künftig mehr Transparenz für den Endnutzer.

Mit dem viel gescholtenen Star Wars Battlefront 2 hat der Publisher Electronic Arts offenbar einen größeren Stein ins Rollen gebracht, als die meisten zunächst erwartet hätten. Die Debatte, ob Lootboxen eine Form des Glücksspiels sind, hat ihren Weg in die Politik gefunden.  Da viele Konzerne inzwischen nicht nur kommerzielle, sondern auch Image-Schäden befürchten müssen, lenken sie ein.

Lootboxen sind in das Spiel integrierte Zusatzkaufoptionen für die Spieler. Gezahlt wird per erspielter oder zumeist mit in Echtgeld gekaufter In-Game-Währung. Ursprünglich waren Lootboxen hauptsächlich aus dem Bereich der Free2Play-Titel bekannt.

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Sehenswert: Lootboxen sind in der Politik angekommen

Gesetzentwurf von Chris Lee gegen Lootboxen.

So zum Beispiel der Milliardenkonzern Apple, der von App-Herstellern künftig mehr Transparenz im Umgang mit Lootboxen fordert. „Apps, die ‚Loot-Boxen‘ oder andere Mechanismen anbieten, die zufällige, virtuelle Artikel zum Kauf anbieten, müssen vor jedem Kauf offen legen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das jeweilige Item zu bekommen“, heißt es inzwischen in den Richtlinien des App-Stores für Entwickler. Die sollen künftig offenbar entsprechende Prozentzahlen für ihre Zufallsmechaniken angeben.

Wir sind Schuld an Lootboxen und Mikrotransaktionen (Kolumne)*

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Damit reagiert Apple recht schnell, scheint die Lootbox-Debatte immerhin noch lange nicht beendet. Während Belgien diese Form der Mikrotransaktionen als Glücksspiel definiert hat und sie verbieten möchte, ist Neuseeland etwa anderer Meinung.

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