Apple Music war nur der Anfang: Neuer Abo-Dienst soll gesamte Branche aufrütteln

Florian Matthey 1

Nach Apple Music will der iPhone-Hersteller offenbar demnächst ein weiteres Abonnement-Angebot für digitale Inhalte starten. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Video-Streaming-Dienst, sondern ein ganz anderes Produkt.

Apple Music war nur der Anfang: Neuer Abo-Dienst soll gesamte Branche aufrütteln
Bildquelle: GIGA.

Apple will Flatrate-Abo für digitale Zeitschriften anbieten

Apple will in Zukunft offenbar einen „Flatrate“-Dienst für Zeitungs- und Zeitschriften-Abonnements anbieten. Hierbei will das Unternehmen nach Informationen von Bloomberg ähnlich verfahren wie zuvor bei Apple Music: Zunächst kauft das Unternehmen einen kleineren Betreiber – im Falle von Apple Music war das Beats Music – auf, um dann einen eigenen, größeren Dienst zu entwickeln.

In Sachen Zeitungen und Zeitschriften hat Apple kürzlich den Betreiber der App Texture übernommen, der ein Abonnement von über 200 Zeitschriften für 9,99 US-Dollar im Monat anbietet. Die App ist aktuell auch noch erhältlich, allerdings nur in den USA. Dort aber wiederum auch für andere Plattformen als für Apple-Geräte – nämlich auch für Android und Amazon Kindle.

Apples Zeitungs-Abo: Integration von Texture-App in Apple News

Offenbar möchte Apple Texture in die eigene Apple-News-App integrieren. Diese stellt für Kunden im englischsprachigen Raum Online-Artikel in einer ansprechenden Benutzeroberfläche übersichtlich dar, wobei der Benutzer selbst bestimmen kann, welche Art von Inhalten er sehen möchte – ähnlich, wie dies bei Google News im Browser der Fall ist. Mit der Integration von Texture hätte Apple in dieser App aber ein eigenes Exklusiv-Angebot.

Apples Zeitungs-Abo: Ist ein Scheitern schon vorprogrammiert?

Bloomberg zitiert den Analysten und Apple-Insider Gene Munster, der skeptisch ist, dass Apple mit diesem Angebot Erfolge feiern könnte: Kunden seien bereit, für Musik und Videos zu bezahlen. Die meisten Anbieter von Nachrichten setzten aber komplett auf eine Finanzierung durch Werbung. Mit einem Angebot wie Texture würde Apple nicht viele Abonnenten finden.

Bei Apple Music versucht Apple wiederum – bislang noch vorsichtig –, neben Musik auch mit exklusiven Video-Inhalten zu punkten. Beispielsweise mit der Serie Carpool Karaoke, von der ihr euch in diesem Video einen Eindruck verschaffen könnt.

Carpool Karaoke bei Apple Music.

Tatsächlich hat sich Apple bisher schwer damit getan, Kunden auch für andere Inhalte zahlen zu lassen. Man erinnere sich beispielsweise an die exklusive iPad-Zeitschrift The Daily, die einige Monate nach der Veröffentlichung des ersten iPad ans Netz ging – und dann auch schnell wieder verschwand. Allerdings war seinerzeit auch Apple das Unternehmen, das mit dem iTunes Music Store Menschen wieder dazu brachte, für Musik zu bezahlen. Vielleicht gelingt mit Zeitungen und Zeitschriften ja ein ähnliches Kunststück.

Quelle: Bloomberg

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