Apple-Patente für Liquidmetal-Produkte: Home-Button, Touchscreen und Schrauben

Florian Matthey 3

Seit über drei Jahren hält Apple die Exklusivrechte an dem Material Liquidmetal. Seitdem hat das Unternehmen die amorphe Metalllegierung aber noch nicht wirklich zum Einsatz gebracht. Jetzt sind immerhin neue Patentanträge aufgetaucht, die Apples Ideen zu möglichen Einsatzgebieten benennen.

Apple-Patente für Liquidmetal-Produkte: Home-Button, Touchscreen und Schrauben

Seit August 2010 ist Apple exklusiver Lizenznehmer für Liquidmetal für den Bereich der Verbraucher-Elektronik-Produkte. Liquidmetal ist der Markenname für eine von Caltech entwickelte amorphe Metalllegierung. Das Material verspricht eine besondere Festigkeit bei niedrigem Gewicht, gleichzeitig lässt es sich aber besonders leicht formen.

Bisher hat Apple das Material offenbar nur ein einziges Mal verwendet - zumindest eine Zeit lang bestand die dem iPhone beiliegende „Nadel“ für den SIM-Karten-Schacht in den USA aus dem Material. Das dürfte in erster Linie ein Test für die Massenproduktion gewesen sein. Im Jahr 2012 deutete der Liquidmetal-Technologies-Chef Tom Steipp jedenfalls an, dass fertige Produkte noch ein paar Jahre auf sich warten lassen würden.

Mac Rumors verweist nun auf einige Apple-Patenanträge, die das US-Patent- und Markenamt Ende letzter Woche veröffentlicht hat. Diese beschreiben sehr unterschiedliche Einsatzgebiete: Einerseits ließe sich das Material für die Konstruktion eines Knopfes - Apple scheint an den Home-Button - zu verwenden, um diesen auch nach zahlreichen Anwendungen noch stabil zu halten. Die Knopf-Konstruktion soll mit Liquidmetal offenbar weniger schnell „ausleiern“.

liquidmetal-home-button

Außerdem ließe sich - so ein weiterer Patentantrag - das Metall für die Konstruktion von manipulationsgeschützten Schrauben für Apple-Produkte verwenden. „Manipulationsgeschützt“ soll heißen, dass nur von Apple autorisierte Personen die Schrauben ohne Weiteres lösen können sollen.

Schließlich scheint Apple auch bei der Konstruktion zukünftiger Touchscreens an Liquidmetal zu denken: Mit einem amorphen Metall-Substrat ließen sich die Sensoren eines Touchscreens noch enger anordnen, was die Genauigkeit der Befehlsverarbeitung erhöhen würde.

Die Patentanträge hatte Apple im Juni und Juli 2012 eingereicht - seitdem könnten sich die Pläne auch wieder geändert haben, außerdem dürfte Apple noch weitere Ideen für den Einsatz von Liquidmetal haben. Es bleibt also spannend, ob und wann das Unternehmen das Material in größerem Stil einsetzen wird. Ein Produkt, bei dem die Gerüchteküche sogar bezüglich des gesamten Gehäuses an Liquidmetal denkt, ist die iWatch.

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