Apple plant Akku-Revolution: So soll die Laufzeit des iPhone steigen

Holger Eilhard 4

Nachdem Apple bereits seit einigen Jahren die eigenen CPUs für iPhone und iPad designed und auch die Grafikchips bald komplett aus eigener Entwicklung stammen sollen, will man in Zukunft weiter die Stromversorgung optimieren.

Apple plant Akku-Revolution: So soll die Laufzeit des iPhone steigen

Apple will eigene Chips fürs Power-Management entwickeln

Nachdem man vor kurzem angekündigt hatte, sich vom GPU-Spezialisten Imagination Technologies zu trennen, reißen die Meldungen über die hauseigene Entwicklung von Prozessoren für das Power-Management nun den Lieferanten Dialog Semiconductor aus Grußbritannien in den Abgrund.

Wie Nikkei berichtet, plant Apple womöglich schon ab dem kommenden Jahr rund die Hälfte der für die Stromversorgung verantwortlichen Chips im iPhone selbst zu designen. Der genaue Zeitplan für diese Umstellung steht noch nicht fest, sodass diese Umstellung möglicherweise auch erst im Jahr 2019 stattfinden wird.

Vorteil dieser Eigenentwicklung sollen eine bessere Integration von Hard- und Software sein, welche zum Beispiel eine bessere Kontrolle der Akkus und des Stromverbrauchs erlaubt. Dies bedeutet für die Nutzer längere Laufzeiten ihrer Geräte. Die heutige Meldung deckt sich mit einem früheren Report von Karsten Iltgen, Analyst vom Bankhaus Lampe, der bereits im vergangenen April über ähnliche Schritte berichtete.

Wie ihr allgemein mit dem iPhone das Maximum aus eurem Akku herausholt, nicht nur für iOS 9, seht ihr unten:

iOS Energiespartipps.

Apples Weg zur größeren Unabhängigkeit

Apple hat bereits seit einigen Jahren einen Weg eingeschlagen, der dem Unternehmen eine größere Unabhängigkeit von externen Lieferanten erlaubt. Eine der größten Entwicklungen in dieser Hinsicht war Apples A4-System-on-a-Chip, der im iPhone 4 zu finden war.

Seitdem hat Apple eine Reihe weiterer Eigenentwicklungen im Angebot, die für den Nutzer viele Dinge vereinfachen. So erlaubt etwa der W1-Chip, der unter anderem in den AirPods zu finden ist, eine deutlich einfachere Bluetooth-Verbindung mit den Kopfhörern. Im MacBook Pro ist seit dem vergangenen Jahr der T1-Chip enthalten, welcher unter anderem für Touch ID verantwortlich ist.

Apples AirPods bieten dank dem W1-Chip eine einfachere Verbindungsaufnahme mit iPhone, iPad oder Mac:

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Apple AirPods: Die wichtigsten Infos in Bildern.

In Zukunft werden wir weitere hauseigene Designs von Apple sehen, welche die bessere Verbindung zwischen Hard- und Software ermöglichen. Neben den Chips für das Power-Management könnten dies zum Beispiel Macs mit ARM-Prozessoren und integrierten LTE-Chips sein.

Quelle: Nikkei, MacRumors

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