Apple Q2/2014: Umsatz- und Gewinn-Plus, iPad-Minus, Ausschüttung und Aktien-Split

Florian Matthey 7

Apple hat soeben sein jüngstes Quartalsergebnis veröffentlicht. Das Unternehmen konnte sich mit 45,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und 10,2 Milliarden Dollar Gewinn erneut im Vergleich zum Vorjahr steigern. Das Plus geht vor allem aufs iPhone zurück - die Verkaufszahlen des iPad waren hingegen sogar rückläufig.

Apple Q2/2014: Umsatz- und Gewinn-Plus, iPad-Minus, Ausschüttung und Aktien-Split

45,6 Milliarden Dollar Umsatz und 10,2 Milliarden Dollar Gewinn (11,62 Dollar pro Aktie) lassen Apple im zweiten Geschäftsquartal 2014 im Vergleich zu 43,6 und 9,5 Milliarden Dollar Umsatz und Gewinn im Vorjahr (10,09 Dollar Gewinn pro Aktie) erneut sehr gut darstehen. Die Investoren dürfte vor allem freuen, dass Apple die Gewinnmarge, die zuletzt etwas rückläufig war, wieder steigern konnte - von 37,5 auf 39,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für die höchste Gewinnmarge sorgt bei Apple bekanntlich das iPhone, das im vergangenen Quartal besonders stark war: Mit 43,7 Millionen Exemplaren liegen die Verkaufszahlen deutlich höher als im Vorjahresquartal, in denen Apple 37,4 Millionen iPhones absetzen konnte. Auch die Mac-Verkaufzsahlen konnte Apple wieder steigern, wenn auch nur geringfügig - von 4 auf 4,1 Millionen Stück.

Bewahrheitet hat sich hingegen die Befürchtung, dass die iPad-Verkaufszahlen erstmals rückläufig sein würden: Im Vorjahr hatte Apple noch 19,5 Millionen iPads im zweiten Geschäftsquartal verkauft, dieses Jahr waren es „nur“ 16,35 Millionen Apple-Tablets.

Dementsprechend erwähnt Tim Cook das iPad in einer ersten Stellungnahme auch überhaupt nicht: Apple sei sehr stolz über das Quartalsergebnis, „vor allem auf unsere starken iPhone-Verkaufszahlen und einen Rekordumsatz für Internet-Dienstleistungen“, so der Apple-CEO. Apple freue sich darauf, in Zukunft neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten, „die nur Apple auf den Markt bringen kann“.

Gleichzeitig hat Apple angekündigt, durch Dividende und Aktien-Rückkauf noch mehr Geld an die Aktionäre auszuzahlen - bis im Jahr 2015 soll die Summe nun auf stolze 130 Milliarden Dollar anwachsen. Der Verwaltungsrat habe hierfür weitere 90 Milliarden Dollar für einen Aktienrückkauf freigegeben. Außerdem kündigt Apple einen „Split“ der eigenen Aktie an: Im Juni soll jeder Aktionär für jede Aktie sechs weitere Aktien erhalten; insgesamt will Apple die Zahl der Aktien also versiebenfachen. Einen Börsen-Split hatte Apple zuletzt im Jahr 2005 durchgeführt, damals aber nur im Faktor eins zu zwei.

Die Börse scheint sich über all diese Neuigkeiten zu freuen: Nachbörslich stieg der Kurs der Apple-Aktie recht deutlich von 524,75 auf 563,67 Dollar. Apple hat mit dem jüngsten Ergebnis immerhin auch die eigenen Vorhersagen vom Januar übertroffen: Damals hatte das Unternehmen 42 bis 44 Milliarden Dollar Umsatz sowie eine Gewinnmarge in Höhe von 37 bis 38 Prozent angekündigt.

Für das dritte Geschäftsquartal 2014, das noch bis Ende Juli läuft, sagt Apple wiederum einen Umsatz in Höhe von 36 bis 38 Milliarden Dollar sowie eine Gewinnmarge in Höhe von 37 bis 38 Prozent voraus. Die eigenen Schätzungen sind bei Apple traditionell recht konservativ.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung