Apple richtet sich gegen Gesetz zur Diskriminierung Homosexueller

Julien Bremer 11

Apple hat Arizonas Gouverneurin, Jane Brewer dazu aufgefordert Einspruch gegen ein kürzlich beschlossenes Gesetz einzulegen. Das Gesetz besagt, dass Schwule und Lesben zum Schutz der Religionsfreiheit diskriminiert werden dürfen. Apples Stellung könnte großes Gewicht haben.

Arizona ist ein erzkonservativer Staat in den USA. Über Jahre hinweg haben die Republikaner hier die Vormachtstellung und halten die Werte ihrer Partei hoch. In der vergangenen Woche wurde in Arizona ein Gesetz verabschiedet, wonach Geschäftsinhaber keine Homosexuellen bedienen müssen, wenn sie das mit ihrem Glauben nicht vereinbaren können. Gouverneurin Brewer entscheidet in den nächsten Tagen ob sie das Gesetz unterschreibt oder ablehnt.

Am Montagabend hat Apple zu diesem Sachverhalt Stellung bezogen und diesen Gesetzesentwurf klar abgelehnt. Damit schließt sich der Technik-Riese anderen bekannten Unternehmen und Organisationen wie American Airlines, der Marriot-Hotelkette oder der NFL an. Darüber hinaus gibt es auch einen großen öffentlichen Protest gegen das Gesetz.

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Doch Apples Wort könnte ein besonderes Gewicht haben, hat das Unternehmen doch erst vor kurzem angekündigt, 578 Millionen US-Dollar zu investieren um in Arizona Saphir-Glas produzieren zu lassen. Gemeinsam mit dem Partnerunternehmen GT Advanced sollen so über 2000 Arbeitsplätze entstehen.

Brewer verkündete diesen Deal mit großer Freude und sagte, dass das unternehmensfreundliche Klima in Arizona der Grund für Apples Entscheidung war. Sie sagte auch, dass Apples Produktionsstätte einen unglaublich positiven Einfluss auf die Region haben werde.

Aufgrund des zunehmenden öffentlichen Drucks haben bereits drei Senatoren, die für das Gesetz gestimmt haben, Brewer gebeten es abzulehnen.  Sie dachten, sie würden mit diesem Gesetz wichtige Probleme lösen anstatt großen Schaden über das Land zu bringen.

In den nächsten Tagen entscheidet sich, ob Gouverneurin Brewer dem Gesetz zustimmt oder nicht. Aufgrund des großen Aufruhrs dürfte zumindest das Klima etwas beschädigt worden sein.

Apples CEO Tim Cook ist selbst homosexuell und gilt als einer der einflussreichsten schwulen in Amerika. Da ist es nur logisch, dass das Unternehmen sich gegen ein mögliches Gesetz richtet, in einem Staat, in dem große Investitionen geplant sind.

via Appleinsider

Bild: Rainbow Apple via shutterstock

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