Apple rückt in den Fokus von Blockupy-Aktionen

Julien Bremer 12

Am kommenden Donnerstag beginnen europaweit die Blockupy-Aktionstage. Warum wir das hier schreiben? Ganz einfach, weil Apple in diesem Jahr im Fokus der Aktivisten steht.

Mit den jährlichen Aktionstagen wollen die Aktivisten auf Missstände in der Welt hinweisen. Dafür veranstalten sie Demonstrationen, Kundgebungen und weitere Veranstaltungen. Im vergangenen Jahr standen die Ausbeutungsbedingungen der Textilindustrie in Bangladesch auf der Agenda. In diesem Jahr ist es unter anderem Apple.

Mit Protesten vor Apple Stores in Deutschland, Polen und Italien wollen die Teilnehmer der Aktionstage auf die Arbeitsbedingungen bei Apples Zulieferer Foxconn aufmerksam machen. Diese waren in der Vergangenheit immer wieder Ziel scharfer Kritik. Apple lässt beim taiwanesischen Hersteller zahlreiche Geräte fertigen und profitiert laut Blockupy aufgrund seiner hohen Gewinnmargen besonders vom globalen Lohngefälle.

In Deutschland ist am Freitagnachmittag eine Aktion vor dem Frankfurter Apple Store geplant. Neben einer Kundgebung sind wohl auch Go-ins geplant. Das bedeutet, die Aktivisten strömen massenhaft als ganz normale Kunden in den Laden und stören so den Geschäftsablauf.

Apples CEO Tim Cook, der für seine moralischen Werte bekannt ist, hat in der Vergangenheit bereits erwähnt, dass alle Mitarbeiter, auch die in den Fertigungsstätten, von großer Bedeutung für das Unternehmen seien und man sich um Transparenz und faire Bedingungen bemühe.

Zumindest im vergangenen Jahr sind keine neuen Skandale ans Licht gekommen. Ob das nun tatsächlich auf eine Änderung der Arbeitsbedingungen zurückzuführen ist, sei mal dahingestellt. Auch Apples Konkurrenz lässt seine Geräte nicht in schweizer Manufakturen zu besten Arbeitsbedingungen produzieren, sondern häufig in Asien, wo oftmals nur Billiglöhne gezahlt werden.

Aber es ist nachvollziehbar, dass sich Blockupy die Speerspitze der Industrie ausgesucht hat, um möglichst viel Aufmerksamkeit für seine Aktionen zu bekommen und zahlreiche Menschen für die Problematik zu sensibilisieren.

Quelle: Neues Deutschland
Bild via shutterstock

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Julien Bremer
Julien Bremer, GIGA-Experte.

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