Auch wenn Apple sich in zuletzt intensiv mit dem FBI um Verschlüsselung gestritten hat, geht es dem Unternehmen nicht darum, Zugriff durch Behörden zu verhindern. Die eigentliche Motivation sind laut Apples Sicherheitsexperten Hacker.

 

Apple

Facts 

Tech Crunch berichtet über ein Treffen zwischen mehreren Apple-Programmierern, die sich um die Sicherheit der Betriebssysteme kümmern, mit mehreren Medienvertretern. Bei diesem Treffen haben sich die Experten über das eigentliche Ziel des Unternehmens bei Verschlüsselung und anderen Sicherheitsmaßnahmen geäußert.

Wenn Apple Schutzmaßnahmen plane, habe das Unternehmen nicht Behörden als primäre Bedrohung vor Augen. Vielmehr gehe es in erster Linie darum, Hackern das Leben zu erschweren. Beim Streit mit dem FBI sei die Motivation auch nicht gewesen, Ermittlungen um einen Terrorismus-Fall zu erschweren, sondern darum, die Daten aller Benutzer zu schützen – vor allem eben vor Hackern.

As Beispiel für erfolgreiche Sicherheitsmaßnahmen nannten die Apple-Experten unter anderem den Touch-ID-Fingerabdrucksensor, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im iMessage und die „Secure Enclave“ auf den Apple-Chips A7, A8 und A9: In diesem abgeschlossenen Bereich speichern neuere iOS-Geräte die Schlüssel für den Datenzugriff, was diese deutlich besser schützt als bei älteren Geräten.

Mutmaßlich ist diese Schutzmaßnahme auch dafür verantwortlich, dass die Hacking-Maßnahme des FBI im Fall des iPhone 5c des San-Bernardino-Attentäters nicht mit einem iPhone 5s oder neueren Geräten funktionieren würde.