Apple: Sinkende Handelsspanne für die nächsten Jahre prognostiziert

Oliver Janko 8

Apple könnten etwas härtere Zeiten bevorstehen: Wie Analysten übereinstimmen, dürfte die Marge, die das Unternehmen auf die iPhones hält, in den nächsten Jahren weiter sinken. Das hat verschiedene Gründe.

Apple: Sinkende Handelsspanne für die nächsten Jahre prognostiziert

Die Experten von Bernstein Research, eines der bekanntesten Analyseunternehmen der USA, sind sich dahingehend relativ einig. Die Marge soll demnach im nächsten Jahr erstmals unter 40 Prozentpunkte (39,7 Prozent, um genau zu sein) fallen, für 2018 wird ein weiterer Verfall auf etwa 39 Prozent prognostiziert. Zum Vergleich: Noch im Jahr 2009 lag die Handelsspanne bei etwa 57,7 Prozent, deutlich mehr als die Hälfte der Einnahmen pro iPhone blieben also bei Apple.

Mehrere Gründe für sinkende Marge

Warum das so ist? Dafür dürfte es laut den Analysten mehrere Gründe geben. Katy Huberty von Morgan Stanley beispielsweise sieht eine Teilschuld beim iPhone 7. Apple sei von der Nachfrage überrascht gewesen, die Steigerung der Produktion hätte nicht kalkulierte Kosten mit sich gebracht – die sich in letzter Instanz auf die Marge auswirkte. Dazu kommt, dass der Markt sich derzeit recht schwierig präsentiert. Soll heißen: Das nächste iPhone dürfte in der Produktion teurer werden als die bisherigen Modelle. Gleichzeitig erlaubt es die Konkurrenzsituation allerdings nicht, die Preise für die nächste Generation des Kult-Phones weiter anzuheben. Dementsprechend gehen die Analysten davon aus, dass die Marge von Apple auch über das Jahr 2018 hinaus sinken wird.

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Das deckt sich auch mit der Einschätzung der Herren von UBS, ebenfalls ein Analyseunternehmen. Apple wird demnach mehr Geld für die Produktion des nächsten Flaggschiffs in die Hand nehmen müssen, kann es sich diametral dazu aber nicht leisten, die Preise entsprechend anzuheben. Außerdem dürfte der Preisunterschied zwischen dem herkömmlichen Modell und der Plus-Version geringer werden. Und: Die Reparaturkosten könnten Apple künftig ebenfalls zu schaffen machen. Das Unternehmen schafft es laut den Analysten nicht, genügend Geld auf die Seite zu legen, um die Marge unangetastet lassen zu können.

Abschließend an dieser Stelle aber noch ein Satz, um die Zahlen zu relativieren: Eine Marge von deutlich über 35 Prozent ist in der Branche nach wie vor einmalig, Apple schafft es damit, sich fast den gesamten Gewinn am Markt unter den Nagel zu reißen.

Quelle: 9to5Mac

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