Apple macht sich wieder einmal für Bürgerrechte stark: Das Unternehmen spricht sich ebenso wie andere Firmen gegen ein Gesetz in North Carolina aus, das die Diskriminierung von Transsexuellen ermöglicht.

Charlotte, die größte Stadt im US-Bundesstaat North Carolina, hatte kürzlich eine lokale Regel verabschiedet, die Transsexuellen das Recht gibt, öffentliche Toiletten für das Geschlecht zu benutzen, als das sie sich identifizieren. Die republikanisch dominierte Generalversammlung des Bundesstaates sprach sich gegen dieses „Social Engineering“ aus und entschied sich, sie durch ein Gesetz für den ganzen Bundesstaat außer Kraft zu setzen: Betreiber öffentlich zugänglicher Toiletten dürfen somit auch in Charlotte wieder Transsexuelle diskriminieren.

Zahlreiche Unternehmen haben sich gegen dieses Gesetz ausgesprochen und Gouverneur Pat McCrory dafür kritisiert, es unterschrieben zu haben – darunter auch Apple. Apple erklärt, von McCrory „enttäuscht“ zu sein und verweist darauf, dass das Unternehmen in seinen Stores und im Allgemeinen nicht danach unterscheide, „woher Menschen kommen, wie sie aussehen, wie sie beten oder wen sie lieben“.

Deswegen unterstütze das Unternehmen auch den „Federal Equality Act“ – ein bundesweites Anti-Diskriminierungsgesetz, das die bisherige Gesetzgebung unter anderem auf Schutz gegen Diskriminierung wegen sexueller Identität ausweitet. Das Gesetz hat den US-Kongress allerdings noch nicht passiert; sein Schicksal ist aktuell ungewiss.

Apple ist in North Carolina ein wichtiger Investor; unter anderem betreibt das Unternehmen dort mehrere Server-Farmen und natürlich Apple Stores. Das Unternehmen spricht sich unter der Führung von Tim Cook noch deutlicher als früher in sozialen Fragen aus.