Apple macht sich seit einigen Jahren für mehr Diversität im eigenen Unternehmen stark. Möglicherweise ignoriert das Unternehmen dabei aber absichtlich eine Kategorie: das Alter.

Die New York Times beschäftigt sich in einem Artikel mit der Voreingenommenheit von Arbeitgebern – und zitiert dafür unter anderem den ehemaligen Apple-Entwickler J.K. Scheinberg. Scheinberg arbeitete von 1987 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 für Apple und war dort in den frühen 2000er Jahren unter anderem für die Entwicklung des Mac-OS-X-Kernels für Intel-Prozessoren beschäftigt.

In den USA ist es nicht ungewöhnlich, dass ältere Menschen auch über ein gewisses Teilzeit-Niveau hinaus arbeiten. Auch Scheinberg meinte, sein Wissen um Apple-Produkte noch produktiv einsetzen zu können: Er bewarb sich als „Genius“-Experte in verschiedenen Apple Stores. Diese hätten ihn auch für Vorstellungsgespräche eingeladen und jedes Mal angekündigt, dass sie sich bei ihm melden würden. Tatsächlich bekam er aber nie eine Rückmeldung.

Scheinberg führt das auf sein Alter zurück – und tatsächlich arbeiten in Apple Stores vor allem junge Menschen. Apple stellt die Stores auf der eigenen Website mit Bildern von jungen Mitarbeitern auch so dar. Und in Apples Diversity-Berichten gibt es auch keine Informationen zur Kategorie „Alter“, auf der Diversity-Website sind nur Bilder von vergleichsweise jungen Menschen zu sehen.

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