Apple: Tim Cook und Bruce Sewell erinnern Mitarbeiter an Verhaltenscodex

Florian Matthey

Apples CEO Tim Cook und der Chef-Justitiar Bruce Sewell haben sich kürzlich an alle Apple-Mitarbeiter gewandt, um sie an den Apple-Verhaltenscodex zu erinnern. Ob es hierfür einen bestimmten Anlass gab, ist nicht bekannt.

Der Aufwand, den Apple für die Erinnerung an den Verhaltenscodex betreibt, ist relativ groß: Einerseits gibt es nun eine nur Apple-intern erhältliche iBooks-Version des Codex, die Apple mit Bildern, Videos und Multi-Touch-Widgets ausgestattet hat. Andererseits gibt es eine schriftliche Nachricht des Chef-Justitiar Bruce Sewell an alle Mitarbeiter sowie eine Video-Botschaft vom CEO Tim Cook höchstpersönlich. Letztere war kurzzeitig öffentlich in diversen Online-Portalen zu sehen, mittlerweile wurde das Video jedoch wieder entfernt.

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Cook zitiert in der Video-Botschaft keinen geringeren als Martin Luther King: „Die Zeit ist immer reif das zu tun, was richtig ist.“ Mitarbeiter, die etwas sähen, was nicht mit dem Codex vereinbar ist, sollten ausdrücklich darauf hinweisen; „ob es ein Qualitätsproblem ist oder eine Geschäftspraxis - wenn es Apples Integrität beschädigt, müssen wir es wissen.“

Der Verhaltenscodex deckt vielerlei Themen ab, die das Verhalten von Mitarbeitern im und außerhalb des Unternehmens betreffen. Es geht um unlauteren Wettbewerb, Korruption, Interessenkonflikte durch persönliche Investitionen, Beziehungen am Arbeitsplatz, Angestelltenverhältnisse zu anderen Unternehmen oder außerhalb des Unternehmens entstandene Erfindungen. Weitere Themen sind Diskriminierung, Insider-Trading oder auch Konsum von Drogen und anderen Substanzen.

Sewell erklärt den Mitarbeitern in seiner E-Mail, dass sie keine Hemmungen haben sollten, auf Verletzungen des Codex hinzuweisen oder Fragen zu stellen. Man könne mit seinem Manager, einem Mitglied der Personalverwaltung oder auch anonym mit der „Business Conduct Helpline“ sprechen.

Ob es einen bestimmten Anlass für die Aktion von Sewell und Cook gibt, ist nicht bekannt; auf einen solchen nehmen beide zumindest keinen Bezug. 9 to 5 Mac kann sich vorstellen, dass sich Apples Management über wiederholte Informationslecks ärgert - immerhin ist es heute an der Tagesordnung, dass Wochen oder Monate vor der Veröffentlichung von Apple-Produkten schon Informationen oder Bilder der Produkte selbst an die Öffentlichkeit gelangen.

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