Apple trollt die Konkurrenz zur CES 2019

Holger Eilhard 1

Eine offizielle Präsenz von Apple ist auf der Consumer Electronics Show, kurz CES, die in Las Vegas momentan stattfindet, üblicherweise nicht zu finden. In diesem Jahr hat der iPhone-Hersteller es sich aber nicht nehmen lassen, die Konkurrenz aufs Korn zu nehmen.

Apple trollt die Konkurrenz zur CES 2019

CES 2019: Apple trollt gegen Google und Facebook

Mit den Worten „What happens on your iPhone, stays on your iPhone“ („Was auf deinem iPhone passiert, bleibt auf deinem iPhone“) ragt derzeit ein gigantischer Banner auf einem Hotel in Las Vegas; gefolgt von der URL zu Apples Datenschutz-Website:

Es ist aber offensichtlich, dass man mit der Wortwahl nicht nur auf den bekannten Slogan „What happens in Vegas, stays in Vegas“ anspielt, sondern auch die auf der Messe vertretenen Unternehmen ins Visier nimmt. Ganz oben auf dieser Liste dürften etwa Google, Facebook oder auch Amazon stehen. Die Unternehmen mussten in den vergangenen Monaten wiederholt Kritik aufgrund ihres lückenhaften Datenschutzes einstecken.

Auch die Farbwahl des iPhone-Herstellers deutet auf die Ziele hin. Während Apple sich für weiß auf schwarz entschieden hat, ist der „Hey Google“-Banner in schwarz auf weiß vertreten.

Während das Billboard – wie auch Apple selbst – nicht offiziell Teil der CES ist, dürfte die prominente Platzierung von den meisten Besuchern der Messe nicht unentdeckt bleiben. Wie schon in den vergangenen Jahren ist der iPhone-Hersteller nicht mit einer eigenen Präsenz vertreten, wenngleich diverse Apple-Mitarbeiter vor Ort sein dürften.

Neben dem Text auf dem Banner zu sehen: das iPhone XS. Hier unser Test:

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.

Apple setzt sich für Datenschutz und Privatsphäre ein

Apples Ziele sind klar: Man will deutlich machen, dass man der Hersteller ist, dem man seine Daten anvertrauen kann. Seit langer Zeit pocht das Unternehmen darauf, dass man sich für den Schutz seiner Kundendaten einsetzt. So sorgte man etwa im Jahr 2016 für Aufsehen, als man sich öffentlich dagegen wehrte, beim Entsperren eines iPhones des Attentäters aus San Bernardino behilflich zu sein. Die Behörden hatten verlangt, dass Apple eine Hintertür in iOS integrieren solle.

Aber auch Apples Vergangenheit ist nicht ohne Tadel. So kann das Unternehmen etwa weiterhin die in iCloud gespeicherten Daten an die Behörden übergeben, da der iPhone-Hersteller die notwendigen Schlüssel besitzt. Des Weiteren sorgte vor einigen Jahren das sogenannte Celebgate für Aufsehen, bei dem die iCloud-Daten inklusive einschlägiger Fotos von prominenten Nutzern an die Öffentlichkeit gelangten.

Die CES beginnt offiziell am Dienstag, den 8. Januar 2019 und endet am 11. Januar. Das Rahmenprogramm begann jedoch schon bereits vor einigen Stunden, unter anderem mit der Keynote von Nvidia. Hinzu kommen die Ankündigungen von Samsung und LG, dass man unter anderem AirPlay 2 in den Fernsehern unterstützen wird.

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