Bei der geplanten Übernahme von Beats Electronics scheint es Apple nicht um die Kundschaft des Musik-Streaming-Dienstes Beats Music zu gehen: Für diesen gibt es bisher angeblich nur rund 111.000 Abonnements.

Business Insider (via 9 to 5 Mac) verweist auf eine Lizenzgebühren-Übersicht von Beats Music, die ein Musikindustrie-Blog veröffentlicht hat. Dieser zufolge gibt es bisher nur 110.992 Abonnements von Beats Music - wobei rund 60.000 davon so genannte „Familien-Accounts“ für bis zu fünf Kunden sind.

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Den Dienst gibt es in der aktuellen Form ohnehin erst seit Anfang des Jahres und nur in den USA, so dass es unwahrscheinlich schien, dass sich Apple vor allem für die Kundschaft von Beats Music interessierte. Der Dienst dürfte eher wegen der Deals mit den Musik-Labels interessant sein - und, wie der Musik-Blog kritisert, wegen der Tatsache, dass die Songschreiber selbst am Ende nur sehr wenig de eingenommenen Geldes sehen.

Beats Music ist ähnlich wie Apples iTunes Radio ein Musik-Streaming-Dienst. Allerdings ist das Angebot nicht kostenlos; dafür können sich Benutzer aber frei aussuchen, welchen Song sie sich als nächstes anhören möchten, während iTunes Radio „nur“ ein Musik-Programm nach dem Geschmack des Hörers zusammenstellt. Bei Beats Music handelt es sich letztendlich um eine Art Musik-Flatrate.