Apple und Co. fordern strengere und klarere Überwachungs-Gesetze

Florian Matthey

Apple hat sich zusammen mit anderen IT-Unternehmen erneut bezüglich der Internet-Überwachung durch die NSA an die US-Regierung gewandt. Die Firmen fordern unter anderem strengere und klarere Regeln sowie mehr Transparenz für die Benutzer.

AOL, Apple, Facebook, Google, LinkedIn, Microsoft, Twitter und Yahoo wenden sich mit einem offenen Brief an den US-Präsidenten und die Mitglieder des US-Kongresses. In diesem Brief stellen sie fest, dass sich die Balance zwischen Sicherheit und den Rechten Einzelner in vielen Ländern stark zu Lasten der Rechte Einzelner verändert habe. Dies untergrabe „die Freiheiten, die wir alle schätzen“, es sei Zeit für eine Veränderung.

Die Unternehmen selbst täten ihr Bestes, um die Daten ihrer Benutzer zu sichern. Dies umfasse sowohl Verschlüsselungen sowie Bestreben, so wenige Zugriffe durch Regierungen wie möglich zuzulassen. Die USA sollten nun eine Führungsrolle darin einnehmen, dass Überwachungsmaßnahmen durch klare rechtliche Regeln limitiert werden und in Zukunft in einem Verhältnis zu den Risiken stehen. Auch sollte Transparenz sowie die Überprüfung durch eine unabhängige Institution herrschen.

Bilderstrecke starten(13 Bilder)
Arbeitsplatz für Apple-Nutzer: Tische, Stühle und weitere Anregungen im Überblick

Den Brief haben die Unternehmen auf der Website ReformGovernmentSurveillance.com veröffentlicht, die auch fünf Prinzipien nennt, die die US-Regierung in Zukunft beachten sollte. Seltsamerweise benennt die Seite Apple als einen der Unterzeichner des offenen Briefes, nicht aber als einen Betreiber der Website - offenbar ist Apple nicht so sehr involviert wie die anderen Unternehmen.

Mit den „Prinzipien“ fordern die Unternehmen unter anderem klare, geschriebene Regeln für Eingriffe in die Privatsphäre von Benutzern, unabhängige Gerichte, die die Maßnahmen überwachen, Transparenz bezüglich der Zugriffe durch Regierungen, eine Respektierung des freien Informationsflusses über Grenzen hinweg sowie Abkommen mit anderen Staaten zur Abstimmung eines entsprechenden Regelwerkes.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung