Apple und sein Saphir-Partner GT Advanced haben eine Einigung erzielt und werden zukünftig getrennte Wege gehen. Demnach verkauft der Zuliefererbetrieb mehrere Brennöfen, um die Schulden beim Konzern in Cupertino zu begleichen.

 

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Das berichtet das Wall Street Journal und beruft sich dabei auf Aussagen des GTAT-Anwalts Luc Despins. Dieser bestätigte, dass beide Unternehmen im Einvernehmen getrennte Wege gehen. Die Abmachung beinhaltet, dass der Saphir-Spezialist die von Apple bezahlten Brennöfen für die Herstellung des robusten Materials verkaufen darf. Ein Teil der Verkaufssumme wird dann dazu genutzt, um die Schulden bei Apple zu begleichen.

Mit dieser Vereinbarung lassen beide Parteien etwaige Forderungen fallen und gehen friedlich auseinander, ohne im Nachhinein „dreckige Wäsche zu waschen.“

Zu Beginn des Monats meldete GT Advanced überraschend Insolvenz an. Das Unternehmen kündigte an, seine Aktivitäten zur Saphirherstellung und -forschung in der Fabrik in Arizona herunterzufahren. Diese wurde von Apple errichtet und von GTAT betrieben. In den kommenden Wochen sollen 729 Arbeiter ihren Job verlieren.

Von Apple war bislang recht wenig in dieser Angelegenheit zu hören, außer, dass man überrascht sei über die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens. Ein Apple-Sprecher gab an, dass man den Standort und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten wolle. Allmählich muss Apple diesen Worten auch Taten folgen lassen.

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