Apple University: Wie Apple seine Mitarbeiter fortbildet

Florian Matthey

Apple betreibt in Cupertino eine eigene „Universität“, mit deren Hilfe vor allem neue Mitarbeiter die Arbeitsweise des Unternehmens verstehen lernen sollen. Eine US-Zeitung hat sich genauer angesehen, welche Inhalte das interne Trainings-Programm vermittelt.

Apple nennt die eigene Institution „Apple University“ - letztendlich handelt es sich nicht um eine wirkliche Hochschule mit Abschlüssen, sondern um eine Einrichtung zur Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Zu diesem Zweck verpflichtet Apple aber auch namhafte Professoren der amerikanischen Elite-Universitäten, so dass die Bezeichnung in gewisser Weise passt.

Die New York Times hat sich angesehen, was die „Universität“ genau an Inhalten vermittelt. Interessierte Apple-Mitarbeiter können sich für Kurse an der Institution anmelden, die Ausrichtung der Kurse orientiert sich an der jeweiligen Zuhörerschaft - beispielsweise habe die Apple University in der Vergangenheit auch spezielle Kurse für Mitarbeiter angeboten, die im Zuge einer Übernahme zu Apple kamen.

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Inhaltlich kann es unter anderem um entscheidende Weggabelungen in Apples Geschichte gehen. Beispielsweise soll ein Kurs beleuchtet haben, wie Steve Jobs eins dagegen war, iTunes und den iPod auch für Windows-PCs zu öffnen, sich dann jedoch für diesen Schritt entschied - was letztendlich auch Implikationen für spätere Produkte wie das iPhone und das iPad hatte.

Auch solle Mitarbeitern das Positive an Simplizität näher gebracht werden: Mal verdeutlichen Apples Dozenten dies anhand eines Picasso-Gemäldes, mal anhand der Fernbedienung des Apple TV. Picasso habe einst einen Stier gemalt und zahlreiche Versionen davon angefertigt, bis irgendwann nur noch einige wenige Striche übrig blieben, die aber klar einen Stier zeigten.

Die Fernbedienung des Apple TV komme mit drei Knöpfen aus, Google habe für die Fernbedienung des Google TV 68 Knöpfe verwendet. Apple habe sich mit der Fernbedienung aufs Nötigste konzentriert, Google darauf, was der Designer haben wollte.

Ein Beispiel sei auch die Entwicklung des Central Park in New York City: Einst sei dieser kein besonders einladender Ort gewesen, bis man ihn zu einem Natur-Reservat innerhalb der Stadt machte. So sollten sich Apple-Kunden auch mit den Produkten fühlen: IT-Produkte sollten „natürlich“ sein.

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