Apple und Foxconn wollen gigantische Fabrik in den USA errichten

Rafael Thiel 1

Donald Trump gefällt das: Einem Bericht zufolge plant Foxconn eine gigantische Display-Fabrik in den USA zu errichten. Dafür könnte der iPhone-Konstrukteur mit Apple kooperieren.

Apple und Foxconn wollen gigantische Fabrik in den USA errichten

Im Rahmen einer Unternehmensfeier sprach Terry Gou, Chef von Hon Hai Precision Industry (besser bekannt als Foxconn), unter anderem mit dem Nikkei Asian Review und bestätigte die kolportierten US-Pläne. Das gesamte Investitionsvolumen läge bei 7 Milliarden US-Dollar und würde 30.000 bis 50.000 Arbeitsplätze schaffen. Noch ist nichts beschlossen, betont Gou aber und verweist auf eine mögliche Beteiligung seitens Apple: „Apple zieht in Betracht, sich der Investition in die Fabrik anzuschließen, weil sie die [Display-Panels] ebenso benötigen.“

Beugt sich Apple dem politischen Druck?

Damit würde Apple auch dem Druck durch Trump nachgeben. Der frisch vereidigte US-Präsident hatte im Wahlkampf wiederholt gegen den Konzern geschossen und die Auslagerung zahlreicher Jobs nach China kritisiert. „Wir werden Apple dazu bringen, ihre verdammten Computer […] in diesem Land zu bauen“, drohte der Milliardär einst. Ein weiterer politischer Erfolg mit Symbolcharakter also? Zuletzt hatten bereits einige US-Unternehmen, darunter Ford, Erweiterungsinvestitionen in die USA umdisponiert. Eine offizielle Stellungnahme durch Apple steht noch aus.

Im Moment sucht Foxconn dem Vernehmen nach noch nach dem lukrativsten Standort. Denn obwohl eine Fabrik in den USA zwar Lieferkosten einspart, braucht es laut Gou auch „finanzielle Anreize“ aus der Politik, um das Projekt wirtschaftlich zu machen. „Derzeit ist Pennsylvania sehr proaktiv. Ich muss andere Bundesstaaten dazu anhalten sich zu beeilen, ansonsten unterzeichnen wir mit Pennsylvania.“, lässt er durchblicken.

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Das iPhone könnte durch Inlandsproduktion teurer werden

Abschließend gab Foxconn-Boss Gou aber noch einen Gedanken auf den Weg, der sicherlich auch in Cupertino ein Thema ist: Denn wenngleich diese Art von Protektionismus in der aktuellen Lage für Unternehmen „unvermeidbar“ sei, stelle er sich die Frage, ob Verbraucher in den USA gewillt sind, die Mehrkosten für die ins Inland gewanderten Jobs zu tragen. „In Zukunft bezahlen sie womöglich über 500 Dollar mehr für US-Produkte, obwohl diese nicht unbedingt besser funktionieren als ein 300-Dollar-Smartphone.“

Doch fußt auf dieser Bereitschaft nicht ohnehin die gesamte Unternehmensstrategie Apples?

Quelle: Nikkea Asian Review

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