Apple veröffentlicht neue Richtlinien für Umgang mit US-Strafbehörden

Julien Bremer 1

In der Nacht hat Apple seine neuen Richtlinien veröffentlicht, die klarstellen, wie das Unternehmen mit Anfragen von US-Strafbehörden umgeht. Damit will das Unternehmen für mehr Transparenz sorgen und das Vertrauen der Nutzer zurückgewinnen.

Apple veröffentlicht neue Richtlinien für Umgang mit US-Strafbehörden

Bereits in der vergangenen Woche berichteten wir, Apple würde zukünftig die Nutzer darüber informieren, wenn sie ihre Daten an US-Strafbehörden weitergeben (müssen). Dies wird nun auch in den neuen Richtlinien festgehalten. Solange keine richterliche Anordnung dies untersagt, setzt Apple seine Nutzer darüber in Kenntnis, wenn ihre Daten weitergeleitet werden.

Generell handelt Apple richterliche Anordnungen, Durchsuchungsbeschlüsse, Überwachungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Zeugensicherung ab. Diese Anfragen unterliegen jedoch gewissen Auflagen. Apple hat für solche Anfragen eigene Stellen im Unternehmen, die diese abarbeiten.

Die Daten, die Apple an die Behörden übermittelt, sind sehr umfangreich: Käuferdaten zu einem Gerät, Kundendaten, Einkäufe im Apple Store, iCloud- und iTunes-Daten und –Inhalte sowie den aktuellen Standort via „Find my iPhone“ und Gerätedaten wie MAC und UDID.

Weiterhin kann das Unternehmen dabei behilflich sein, an Daten von iPhones zu kommen, die mit einem Passcode geschützt sind. Dies betrifft aber „nur“ die nativen Apple-Apps: SMS, Fotos, Videos, Kontakte, Sprachmemos und die Anrufliste. Dafür ist jedoch mindestens iOS4 erforderlich. Das Unternehmen versichert zudem, dass es keine Möglichkeit hat, Kommunikationsdaten von FaceTime und iMessage abzufangen, da diese verschlüsselt sind.

Außerdem gibt der Konzern an, keine GPS-Standorte zu speichern oder gelöschte Mails irgendwo aufzuheben.

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Quelle: Apple
Bild via shutterstock

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