Apple will offenbar eigene Displays in Anlage in Taiwan entwickeln

Florian Matthey

Apple will offenbar eigene Displays für seine Geräte entwickeln: Das Unternehmen betreibt ein Display-„Labor“ in Taiwan, in dem mindestens 50 Ingenieure arbeiten sollen. Das Ziel seien dünnere, leichtere, hellere und energieeffizientere Displays.

Apple will offenbar eigene Displays in Anlage in Taiwan entwickeln

Bloomberg berichtet über die Anlage in der Stadt Longtan, die rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Taipei entfernt liegt. Das Gebäude in dem Industriegebiet gehörte seit 2008 Qualcomm Panel Manufacturing, im April diesen Jahres soll Apple eingezogen sein.

In Apple-typischer Manier ist von außen nicht erkennbar, welchem Unternehmen die Anlage gehört: Anders als Gebäude in der Nachbarschaft ist kein Logo zu sehen, die Wachleute und der Pförtner wollten den Bloomberg-Journalisten keine Informationen über den Betreiber herausgeben. Allerdings seien am Montag ein paar Personen aus dem Gebäude für eine Raucherpause gekommen, die Apple-ID-Karten um ihren Hals hängen hatten.

Bloomberg will zudem aus anderen Quellen erfahren haben, dass die Anlage Apple gehört und dass dort „mindestens 50 Ingenieure“ an neuen Display-Technologien arbeiten. Apple soll die Ingenieure von lokalen Display-Herstellern wie AU Optronics und Qualcomm abgeworben haben und suche aktuell auch noch nach weiteren Experten auf dem Gebiet.

Das Ziel der dünneren, leichteren, helleren und effizienteren Displays solle sich beispielsweise durch den Wechsel von LC- zu Displays mit organischen lichtemittierenden Dioden realisieren lassen. Apple denkt also offenbar über einen Wechsel hin zu AMOLED-Displays nach, die bisher nur in der Apple Watch zum Einsatz kommen.

Durch die Entwicklung eigener Displays könnte sich Apple unabhängiger von Zulieferern wie Samsung, Sharp oder Japan Display machen. Wenn das Unternehmen die Displays selbst entwickelt, könne es diese, so Bloomberg, durch kleinere Unternehmen wie beispielsweise AU Optronics oder Innolux herstellen lassen. Eine ähnliche Strategie fährt Apple bereits mit den Apple-AX-Chips in seinen iOS-Geräten, die das Unternehmen selbst entwickelt und durch Samsung und TSMC herstellen lässt.

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