Kein generalüberholter „Elektroschrott“: Teure iPhones finden in Indien keinen Anklang

Florian Matthey 6

Apple sucht nach einer Strategie, um in Indien Fuß zu fassen. Das Unternehmen will offenbar weiterhin gebrauchte Geräte in dem Land verkaufen – und will die Regierung durch iPhone-Produktion vor Ort zu einer Zustimmung bewegen.

Kein generalüberholter „Elektroschrott“: Teure iPhones finden in Indien keinen Anklang
Bildquelle: @tim_cook bei Twitter.

Indien: Der nächste große Wachstumsmarkt für Apple

Letztes Jahr bereiste Apple-CEO Tim Cook für mehrere Tage Indien, um sich dort mit Branchen- und Regierungsvertretern, aber auch mit Bollywood-Schauspielern zu treffen. Das Unternehmen möchte in dem Land ein Entwickler-Schulungszentrum und ein Technologie-Center für die Entwicklung der Apple-Karten eröffnen – in Sachen Marktanteilen spielt Apple in dem zweiten Milliarden-Einwohner-Land der Welt aber bisher kaum eine Rolle.

iPhone 7 Review.

Indische Regierung will keine Refurbished-iPhone

Das Unternehmen hat Indien zum zweiten großen Wachstumsmarkt nach China ausgerufen, bisher aber eben noch keinen Durchbruch erreichen können. Eigentlich wollte das Unternehmen durch den Verkauf vergünstigter generalüberholter iPhones aus anderen Ländern bei indischen Kunden, deren Kaufkraft im Schnitt unter der chinesischer Kunden liegt, punkten. Die indische Regierung möchte dies allerdings nicht erlauben und verweist auf Gesetze, die es Unternehmen verbieten, „Elektroschrott“ nach Indien zu exportieren.

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Produktions-Pläne könnten Apples Chancen verbessern

Bloomberg will erfahren haben, dass Apple das Vorhaben aber weiterhin nicht aufgegeben hat. Das Unternehmen habe erneut bei der indischen Regierung eine entsprechende Anfrage gestellt. Man garantiere, mit den generalüberholten iPhones alle Qualitätsanforderungen zu erfüllen. Offenbar glaubt Apple, dass die Chancen für eine Ausnahmegenehmigung größer geworden sind, seit das Unternehmen plant, iPhones auch in Indien zu produzieren.

„Generalüberholte“ iPhones sind solche, die Kunden wegen eines kleineren Defekts oder im Rahmen eines Widerrufsrechts an Apple zurückgegeben haben – die also nicht neu sind, sich aber in einem fast neuwertigen Zustand befinden oder von Apple in einen solchen versetzt wurden. Streng genommen würde Apple so tatsächlich gebrauchte Elektronik nach Indien bringen – allerdings eben nicht in einem Zustand, der mit Abfall gleichzusetzen wäre.

Quelle: Bloomberg

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