In einer ersten offiziellen Äußerung zeigte sich Apple überrascht über die drohende Insolvenz seines Saphirglas-Partners GT Advanced. Der Konzern werde nun versuchen, die Arbeitsplätze in Arizona zu erhalten.

 

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Die Anmeldung zur Insolvenz von GT Advanced kam für Medien, Investoren und sogar für Apple sehr überraschend. Der Apple-Sprecher Chris Gaither äußerte sich gegenüber Reuters wie folgt: „Nach dem überraschenden Schritt von GT Advanced werden wir uns darauf konzentrieren, die Jobs in Arizona zu erhalten. Wir werden weiterhin mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten und unsere nächsten Schritte ausloten.“

Das Wall Street Journal will mittlerweile auch den Grund für die ausstehende Zahlung (wir berichteten) von Apple an GT Advanced erfahren haben. Der Konzern verweigerte eine Zahlung von 139 Millionen US-Dollar, weil der Saphir-Spezialist nicht die vertraglich vereinbarte Qualität erreichte. Dennoch heißt es in gut informierten Quellen, dass Apple diese Zahlung am Ende des Monats tätigen werde.

Weiterhin berichtet das WSJ, dass Apple sehr bemüht sein soll, die Zahlungsunfähigkeit seines Partners abzuwenden. Dafür verzichtete das Unternehmen beispielsweise auf Rückzahlungen von Krediten in dem Rahmen, in dem sie ursprünglich vereinbart wurden.

Anfang der Woche hat der Saphirglas-Hersteller GT Advanced Insolvenz angemeldet. Apple betreibt zusammen mit der Spezialfirma eine eigene Fabrik in Arizona, in der an Saphir geforscht und das robuste Material auch hergestellt wird. Vermutlich hat die Ankündigung, dass die neue iPhone-Generation kein Saphir-Display haben wird, GT Advanced vor größere Probleme gestellt. Denn das Unternehmen ist stark abhängig von Apple, da der Konzern aus Cupertino der einzige Kunde für den Saphir-Spezialisten ist.