Apple könnte bekanntlich bald Ärger in Form einer saftigen Steuernachzahlung in Irland ins Haus stehen. Die US-Regierung zeigt sich schon im Voraus erbost – und Apple plant trotz allem eine Expansion seiner Europa-Zentrale im irischen Cork.

Der Streit läuft bereits seit geraumer Zeit: Die Europäische Kommission prüft, ob ein „Steuer-Deal“ zwischen Apple und der irischen Regierung aus den 1980er Jahren gegen europäisches Recht verstößt. „Schuld“ daran wäre in erster Linie die irische Regierung. Aufgrund des Effektivitätsgrundsatzes des Europarechts müsste aber dennoch Apple die Steuern nachzahlen – und zwar in Höhe von rund 8 Milliarden Euro.

Im nächsten Monat wird die Kommission ihre Entscheidung voraussichtlich verkünden. In einem Blog-Eintrag verkündet das US-Finanzministerium schon jetzt seinen Ärger über den Fall: Ohne Apple beim Wort zu nennen schreibt der Beamte Robert Stack, dass schon die Untersuchung negative Auswirkungen auf das internationale Steuersystem und die Bemühungen der G20 habe, Steuer-Umgehungen zu verhindern. Letztendlich droht das Ministerium seinen Kollegen in Europa sogar: Man prüfe Schritte für eine mögliche als Reaktion.

So oder so würde Apple auch eine 8-Milliarden-Nachzahlung überleben. Und obwohl der Steuer-Deal seinerzeit ein wichtiger Grund für die Niederlassung in Irland war, möchte Apple dem Land offenbar treu bleiben: Der Irish Independent berichtet, dass Apple seine Anlagen in Cork erweitern und 1000 neue Jobs schaffen möchte. Die irischen Baubehörden hätten den Plänen bereits zugestimmt. Insgesamt würden dann 6000 Menschen für Apple in Cork arbeiten. Der Verbleib des Unternehmens in den Land steht also nicht in Frage.

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