Apples Investition in Didi Chuxing nicht nur für chinesischen Markt interessant

Florian Matthey

Apple hat eine Milliarde US-Dollar in den chinesischen Uber-Konkurrenten Didi Chuxing investiert. Aber warum? Eine Antwort könnte darin liegen, an wem Didi Chuxing wiederum Anteile hält.

Apples Investition in Didi Chuxing nicht nur für chinesischen Markt interessant

Laut Apple-CEO Tim Cook erhofft sich Apple von der Didi-Chuxing-Investition eine gute Rendite. Hinzu komme, dass Apple diesen Teil des chinesischen Marktes besser verstehen wolle. Bei einem anderen Unternehmen würde eine solche Investition vielleicht weniger auffallen – Apple beteiligt sich aber eigentlich nie an Unternehmen, ohne diese gleich komplett zu übernehmen. Was könnte also wirklich hinter dem Deal stecken?

Yahoo Finance geht dieser Frage nach. Interessant sei zunächst, dass Didi Chuxing seinerseits in andere Taxi-Bestelldienste, die ebenfalls nach einem ähnlichen Geschäftsmodell wie Uber operieren, investiert hat: Sowohl in das Unternehmen Lyft aus San Francisco, in Grab aus Malaysia und in Olacabs aus dem indischen Mumbai. Durch die Didi-Chuxing-Investition stehe Apple daher jetzt auch in Verbindung mit den größten Uber-Konkurrenten in den USA und Indien.

Als ein möglicher Grund für die Investition gilt, dass Apple im Rahmen seines mutmaßlichen Elektroauto-Projekts auch an Technologie für selbstfahrende Autos arbeitet – wie es auch Google tut. Unternehmen wie Didi Chuxing und Uber haben ein großes Interesse daran, eines Tages selbstfahrende Autos zu vermieten, da sich so die hohen Kosten für Fahrer einsparen ließen. Google arbeitet seinerseits mit Uber zusammen, das bekanntlich auf der ganzen Welt operiert, während der Name Didi Chuxing außerhalb Chinas kaum bekannt war.

Didi Chuxings Beteiligungen außerhalb Chinas lassen jetzt wiederum vermuten, dass Apple sich Global als Alternative zur Google/Uber-Kooperation aufstellen möchte. Bis Taxis aber wirklich selbstfahrend sind – ob mit Google- oder Apple-Technologie – dürfte aber noch einige Zeit vergehen.

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