Apples Kampf gegen Leaks: Ex-Geheimdienstler helfen beim Suchen

Simon Stich

Apple verstärkt den Kampf gegen Produkt-Leaker. Einem internen Briefing zufolge sollen Mitarbeiter in Cupertino mehr in die Pflicht genommen werden. Diese Anweisungen wurden ironischerweise nun selbst geleakt.

Apples Kampf gegen Leaks: Ex-Geheimdienstler helfen beim Suchen
Bildquelle: iphonedigital auf Flickr (CC BY-SA 2.0).

Apple versteht keinen Spaß, wenn es um vorab veröffentlichte Informationen zu kommenden Produkten geht. Mehreren Berichten zufolge gab es nun eines von vielen anstehenden Briefings für Apple-Mitarbeiter, die sorgsamer mit Infos umgehen sollen. Auch zu Apples Global Security Team sind Personalien bekannt geworden. Hier sollen sich ehemalige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten wie FBI und NSA tummeln.

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Mitarbeiter sollen keine Infos weitergeben

Unter dem Motto „Stopping Leakers - Keeping Confidential at Apple“ wurde in Cupertino nun das erste Briefing für rund 100 Apple-Mitarbeiter durchgeführt. Weitere sollen in nächster Zeit folgen. Im Mittelpunkt steht dabei eine bessere Sorgsamkeit, was Infos zu künftigen Apple-Produkten angeht. Mitarbeiter sollen Infos für sich behalten und Freunde wie Familienmitglieder nicht unterrichten.

Apple möchte keine unbeabsichtigten Leaks aus Cupertino. Es geht hierbei also nicht um Zulieferer aus China, die Fotos und Prototypen vertreiben, sondern um Vor-Ort-Mitarbeiter, die teils schon lange im Unternehmen tätig sind. Das bisherige Sicherheitsteam wird nun erweitert um eine „New Product Security“-Gruppe.

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Apples „Geheimdienste“ werden ausgebaut

Dem geleakten Briefing zufolge wurden auch Infos zu Apples Global Security Team vorgestellt. Dieses soll aus Ex-Mitarbeitern von Geheimdiensten und dem US-Militär bestehen. Die Aufgabe des Teams liegt unter anderem darin, Leaker in Cupertino aufzuspüren. Anstrengungen diesbezüglich sollen nun verstärkt werden.

Aus wie vielen Mitarbeitern die weltweit agierende Gruppe besteht, ist nicht bekannt. Apples Global Security Team kümmert sich nicht nur um Produktleaks, sondern auch um Fälschungen. Ehemalige Mitarbeiter des FBI, der NSA und dem Secret Service sollen dem Team angehören. Darunter David Rice, der vier Jahre bei der NSA als Global Network Vulnerability Analyst tätig war.

„Mehr Leaks aus Cupertino als aus China“

In dem internen Briefing wurde erwähnt, dass es im vergangenen Jahr erstmals mehr Vorabinfos vom Apple Campus gab als von den chinesischen Zulieferern. Die Überprüfung der Mitarbeiter in China sei mittlerweile „härter als bei der TSA“, der amerikanischen Transportation Security Administration. Jeden Tag sollen bis zu 2,7 Millionen Mitarbeiter in 40 Fabriken überprüft werden.

Quelle: The Outline via MacRumors

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