Apples Steuernachzahlungen könnten sich auf mehr als 8 Milliarden US-Dollar belaufen

Holger Eilhard 2

Bereits seit Juni 2014 untersucht die Europäische Kommission die Steuerspar-„Tricks“ des iPhone-Herstellers. Nach einer Analyse von Bloomberg Intelligence könnten sich etwaige Nachzahlungen auf mehr als 8 Milliarden US-Dollar belaufen.

Apples Steuernachzahlungen könnten sich auf mehr als 8 Milliarden US-Dollar belaufen

Wie kürzlich bekannt wurde ermittelt die Europäische Kommission weiterhin, ob Apple möglicherweise einen illegalen Steuer-Deal mit der irischen Regierung hatte.

Die Europa-Zentrale von Apple befindet sich in Irland, unter anderem wohl, da man mit der irischen Regierung einen Deal über die zu zahlenden Steuern aushandeln konnte. Statt der üblichen 12,5 Prozent soll es sich laut der Bloomberg-Analyse um einen Steuersatz von nur 1,8 Prozent handeln.

Dieses Abkommen könnte nun möglicherweise als illegal eingestuft werden, was bedeutet, dass Apple eine milliardenschwere Nachzahlung ins Haus stehen könnte. Apple müsste also gegebenenfalls die Differenz nachzahlen, welche sich laut Bloomberg auf mehr als 8 Milliarden US-Dollar belaufen könnte.

Apple wird vorgeworfen, diverse Tochterfirmen in Irland für die Versteuerung der Gewinne außerhalb der USA zu nutzen, da man dort – wie erwähnt – deutlich geringere Steuern zahlen musste. Apple und die irische Regierung hatten diese Vorwürfe zurück gewiesen.

Apple CEO Tim Cook nannte die Debatte zuletzt als „politischen Mist“. Das Steuersystem sei veraltet und müsse an das digitale Zeitalter angepasst werden, so Cook.

Apple hat bereits angekündigt, dass man gegen eine negative Entscheidung der Europäischen Kommission Berufung einlegen werde. Diese Entscheidung könnte schon im März erfolgen.

Erst Ende Dezember wurde bekannt, dass Apple sich dazu entschlossen hatte in Italien 318 Millionen Euro an den dortigen Fiskus nachzuzahlen. Dort hatten die Behörden bereits im Jahr 2013 mit ihren Untersuchungen begonnen.

Apple warnte in seinen jüngsten Börsenberichten bereits über die möglichen Steuernachzahlungen.

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