Apples weltweit erster Reseller muss schließen

Julien Bremer 5

Apples erster Reseller Firsttech muss für immer schließen. Ende März stellt der Händler seinen Geschäftsbetrieb ein, berichtet Twincities.com. 37 Jahre lang hat die Firma Macs, Macbooks und mobile Geräte von Apple verkauft.

FirstTech gab es seit 1941 in Minneapolis. Bevor das Unternehmen eine Partnerschaft mit Apple einging, wurden elektronische Geräte wie Radios, Fernseher und Phonographen vertrieben.

Im Jahr 1977 hieß FirstTech noch Team Electronics und verkaufte als erster Reseller den Apple II. Das Unternehmen erlebte hautnah Apples Aufstieg und die Entwicklung: vom kleinen Betrieb aus der Garage bis hin zum Global Player. Dabei blieb der Händler Apple und seinen Produkten stets treu.

Ironischerweise hat Apple einen gewissen Anteil am Niedergang von FirstTech, da die Apple Stores und andere Händler eine zu große Konkurrenz waren, wie Fred Evans gegenüber Twincities.com mitteilte. Nur wenige Straßenzüge von der Firsttech-Filiale in Minneapolis entfernt öffnete vor einigen Jahren ein Apple Store. Damit musste Firsttech mit insgesamt fünf Apple-Läden in direkter Nachbarschaft um die Kunden kämpfen.

Die weiteren Ursachen für die Schließung sind die schrumpfenden Gewinnmargen im Hardware-Bereich und das aggressive Vorgehen landesweit agierender Händler. Diese verkaufen Computerausstattung noch unter den Kosten, und hoffen, dies über Serviceeinnahmen ausgleichen zu können. Für Einzelhändler sei es daher sehr schwierig, persönliche Beratung zu bieten, wenn an den Geräten selbst kaum noch etwas verdient wird.

Erst im vergangenen Jahr hat FirstTech eine zweite Filiale in Rochester eröffnet, in einer Gegend, in der es sonst kaum weitere Apple-Händer gibt. Auch eine Ausweitung des Angebots für spezielle Technologie-Angebote für Schulen und erweiterter Reparatur-Service konnten den Einnahmenrückgang nicht stoppen.

Am 29. März öffnet FirstTech zum letzten Mal, danach ist Schluss. Insgesamt 75 Mitarbeiter stehen dann vor dem Nichts. „Es war eine sehr emotionale, aber auch sehr schöne Zeit“, so Produktmanager Fred Evans.

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