Arbeitsbedingungen: Apple nimmt Zulieferer ins Visier

Julien Bremer

Apple hat in der Nacht den „Supplier Responsibility Report“ veröffentlicht. Darin informiert das Unternehmen über Arbeitsbedingungen und Zulieferer. Mit diesem Bericht will das Unternehmen seiner Verantwortung nachkommen, die Öffentlichkeit transparent über Maßnahmen zur Verbesserung der Produktionsbedingungen zu informieren.

Arbeitsbedingungen: Apple nimmt Zulieferer ins Visier

In 40 Seiten berichtet Apple über die Verbesserung der Arbeitssituation und führt sämtliche Zulieferer in einer extra Liste auf.

Ein Hauptaugenmerk des Unternehmens liegt auf der Herkunft der Rohstoffe. Zulieferer sollen keine Rohstoffe nutzen, die aus Krisenregionen stammen. So soll zukünftig kein Zinn, Tantal, Gold oder Wolfram aus einer Konfliktregion wie der Demokratischen Republik Kongo verwendet werden. Häufig dienen die Erlöse aus dem Verkauf solcher Rohstoffe zur Finanzierung örtlicher Milizen.

Wie Apples Vize-Präsident Jeff Williams in einem Interview mit der Financial Times erklärte, war der Januar der erste Monat, in dem kein Tantal aus genau solchen Krisenregion in den Geräten verbaut wurde.

Bei Zinn, Gold und Wolfram ist die Elektronik-Industrie nicht für den Großteil des Abbaus dieser Rohstoffe verantwortlich. Apples Einfluss ist daher eher gering. Dennoch versucht das Unternehmen mit seiner Bekanntheit in einem eigenen Bericht festzuhalten, welche Firmen sich an die „ethical sourcing guidelines“ halten und somit Druck auszuüben. Dieser Bericht erscheint vierteljährlich.

Williams sagt dazu: „Wenn wir so viele Schmelzwerke wie möglich dazu bringen, sich an unsere Richtlinien zu halten, dann haben wir eine echte Chance, etwas zu ändern.“

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