Bob Mansfield: Weniger Management, mehr Produkt-Entwicklung

Florian Matthey

Seit dem letzten Wochenende trägt Apples langjähriger Manager Bob Mansfield nicht mehr den Titel eines „Senior Vice President“. Mansfield wollte sich offenbar weitgehend von Management-Aufgaben verabschieden und noch stärker auf Produktentwicklung konzentrieren.

Bob Mansfield: Weniger Management, mehr Produkt-Entwicklung

Bob Mansfield wollte letztes Jahr eigentlich schon in Rente gehen; Apples CEO Tim Cook konnte ihn - nicht zuletzt mit millionenschweren Bonuszahlungen - jedoch überzeugen, im Unternehmen zu bleiben. Zuvor war Mansfield Senior Vice President für den Bereich Hardware Engineering, seit der Management-Umstrukturierung im Oktober 2012 war er SVP Chef des Bereichs Technologies.

Am letzten Wochenende verschwand Mansfield dann plötzlich von Apples Management-Website, kurz darauf stellte das Unternehmen jedoch klar, dass er weiterhin für das Unternehmen arbeiten und direkt an Tim Cook berichten werde. Mansfield werde in Zukunft „an speziellen Projekten arbeiten“.

9 to 5 Mac will nun weitere Details zu dieser Entwicklung kennen. Was auf den ersten Blick wie eine Herabstufung aussieht, sei eigentlich ein Entgegenkommen für Mansfield: Sein Wunsch sei seit längerem gewesen, sich auf die Entwicklung von Chipset-Design und zukünftiger Produkte zu konzentrieren. Management-Aufgaben habe Mansfield hingegen abgeben wollen.

Den nun abgegebenen Teil seiner Aufgaben als Senior Vice President of Technologies sollen, so 9 to 5 Mac, in Zukunft zwei andere SVPs übernehmen: Dan Riccio, Chef des Bereichs Hardware Engineering, und Jeff Williams, Chef des Bereichs Operations. Riccio wird sich außerdem um das Antennen-Design für Apples zukünftige Mobilgeräte kümmern. Für diesen Bereich war Mansfield in den letzten Monaten zumindest mit zuständig. Sein Nachfolger als Hardware-Chef kümmert sich daher zukünftig um die gesamte Hardware von iPhones und iPads.

Mansfield wird sich in Zukunft wiederum verstärkt - wie Apple auch sagt - um „spezielle Produkte“ kümmern. Dazu soll vor allem die iWatch gehören. Williams soll sich als Manager wiederum für die Zusammenarbeit mit Apples Partnern bei der Herstellung der fertigen Produkte kümmern.

Letztendlich sieht es so aus, als sei die Rolle als SVP für den Bereich Technologies für Mansfield in erster Linie eine Übergangslösung gewesen, um ihn von Management-Aufgaben entbinden zu können und ihm die Möglichkeit zu geben, sich um die reine Produktentwicklung zu kümmern. Was den Bereich Chip-Entwicklung betrifft, könnte er sich sogar um den Übergang von Intel-Macs hin zu Macs mit ARM-Chips kümmern - entsprechende Gerüchte kommen zumindest immer wieder auf.

Sollte Mansfield dann in absehbarer Zeit doch noch in Rente gehen, seien sich viele Beobachter sicher, dass er dem Unternehmen dann auch weiterhin erhalten bleiben wird - in erster Linie wohl als Berater. Einem früheren Apple-Manager zufolge gehe es dem langjährigen Apple-Verantwortlichen immer in erster Linie um das Wohl des Unternehmens.

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