Börse besorgt um iPhone: 133 Milliarden Dollar Wertverlust für Apple

Florian Matthey

Nach vielen Monaten Euphorie ist die Börse mal wieder nicht mit Apple zufrieden; der Aktienkurs des Unternehmens ist in den letzten Tagen deutlich gefallen. Die Aktionäre sorgen Berichte um einen Rückgang des iPhone-Wachstums.

In den letzten Jahren war das iPhone immer mit Abstand Apples größte „Cash Cow“; jedes Modell verkaufte sich deutlich besser als das jeweilige Vorgängermodell. Beim iPhone 6s scheint dieser Trend zumindest nicht mehr so eindeutig zu sein; aus Asien ist zu hören, dass Apple weniger Komponenten fürs iPhone bestellt, als manche Beobachter dies zuvor vorhergesehen haben. Am Dienstag kam noch hinzu, dass der Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor einen um 11 Prozent schwächeren Umsatz als zuvor für das eigene Geschäft im nächsten Quartal vorhersagt.

Analysten halten es sogar für möglich, dass die Verkaufszahlen des iPhone in den nächsten Quartalen im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgehen könnten – wobei sich die niedrigeren Komponente-Volumen auch durch ein gut gefülltes Inventar erklären ließen.

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Die Credit Suisse glaubt dennoch an „gedämpfte“ iPhone-Zahlen in den nächsten Quartalen. Der Apple-Aktienkurs ging am Dienstag als Reaktion auf diese Berichte erneut zurück; aktuell liegt er bei knapp über 110 US-Dollar. Im April lag der Wert noch bei fast 135 Dollar – ein Minus in Höhe von fast 20 Prozent, das bei Apples Gesamt-Marktkapitalisierung stolze 133 Milliarden Dollar bedeutet.

Dennoch glauben Analysten im Schnitt, dass Apples Börsenkurs in 18 Monaten bei rund 150 Dollar liegen wird. Bis dahin wird es ja auch schon das nächste iPhone-Modell – das iPhone 7 – geben.

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