Chinesischer Internet-Milliardär: „Apples Internet-Denken hält Fortschritt auf“

Florian Matthey 18

Kommt Apple aus der Mode? Jia Yueting, chinesischer Milliardär und CEO des Unternehmens LeEco glaubt, dass der Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller „veraltet“ ist und gerade auch in China einige Trends verschlafen habe.

Chinesischer Internet-Milliardär: „Apples Internet-Denken hält Fortschritt auf“

In einem Interview mit CNBC erklärt Jia Yueting, dass Apple „veraltet“ ist und gerade auch in China an Schwung verliere. Jia ist CEO des Unternehmens LeEco, das als „chinesisches Netflix“ Video-Streaming anbietet, aber auch in anderen Branchen wie Smartphones, Fernsehern, Fahrrädern und Elektroautos aktiv ist.

Jia beschreibt Apple als „Mobiltelefon-Hersteller, der sich auf Hardware und Software“ konzentriere. Sein Unternehmen konzentriere sich wiederum in erster Linie auf das Internet. Erst dann komme die Software und dann die Hardware. Apple setze auf individuelle Apps für verschiedene Aufgaben. Das habe in den ersten Generationen moderner Smartphones noch Sinn ergeben, als die Internet-Verbindungen und die Geräte selbst nicht schnell genug waren. Jetzt bewegte sich die Welt aber in eine neue Ära des mobilen Internets, wo die bisherigen Einschränkungen nicht mehr existierten. LeEco wolle Kunden deshalb ein einheitlicheres Angebot ohne Einschränkungen machen.

Der Grund, warum Apple auch in China Probleme mit Wachstum habe, sei, dass Produkte wie das iPhone SE eine „sehr niedriges Niveau an Technologie“ böten – wobei Jia hier offenbar ignoriert, dass ein großer Teil der Technik im iPhone SE der des iPhone 6s entspricht. Vor fünf Jahren sei das iPhone noch führend gewesen, mittlerweile sei es zurückgefallen. In Zukunft müssten Geräte für das mobile Internet offener und „ökosystem-orientierter“ sein. Bisher hätte Apple mit seinem „mangelnden Internet-Denken und der geschlossenen Natur seines Systems“ eher dazu beigetragen, den Fortschritt aufzuhalten.

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