Diversität: Wo bei Apple noch Nachholbedarf besteht

Florian Matthey 1

Apple ist in den letzten Jahren vielseitiger geworden, wie der jüngste Diversitäts-Bericht des Unternehmens belegt. In einem Punkt besteht aber großer Verbesserungsbedarf: Schwarze und Hispanics sind im IT-Bereich stark unterrepräsentiert.

Diversität: Wo bei Apple noch Nachholbedarf besteht

Vox hat sich den diesjährigen Diversitäts-Bericht von Apple genauer angesehen. Insgesamt sei Apple dem Ziel, in Sachen Geschlecht und Ethnie die Gesellschaft unter den Mitarbeitern widerzuspiegeln, näher als andere IT-Unternehmen – wenn auch nur mit geringem Vorsprung. Beispielsweise arbeiten bei Apple mittlerweile zu 32 Prozent Frauen – knapp mehr als bei Google (31 Prozent) und nur etwas weniger als bei Facebook (33 Prozent).

Insbesondere liege Apple im Bereich der ethnischen Vielfalt aber vor anderen Silicon-Valley-Größen: In den USA arbeiten bei Apple zu 9 Prozent Schwarze und zu 12 Prozent Hispanics beziehungsweise „Latinos“. Bei Google und Facebook machen diese Bevölkerungsgruppen sogar in der Summe lediglich 6 Prozent aus.

Apples Zahlen seien hier aber hauptsächlich deswegen so gut, weil Apple viele Schwarze und Latinos in den eigenen Retail Stores beschäftige. In den eigentlichen technischen Berufen beschäftigt Apple aktuell nur jeweils 8 Prozent Schwarze und Latinos. Im Management-Bereich seien nur 3 Prozent Schwarze und 7 Prozent Latinos.

Nun ließe sich darauf verweisen, dass dies eher ein Problem des Bildungssektors sei: Es gibt vielleicht einfach nicht genug Absolventen, um qualifiziertes Personal für diese Bereiche zu finden. Facebook habe in seinem jüngsten Diversitäts-Bericht darauf hingewiesen, so Vox. Allerdings zeigten Zahlen aus den USA, dass es doppelt so viele schwarze und Latino-Uni-Absolventen wie Angestellte im Bereich IT gibt. Auch wenn Apple sich besser schlage als die Konkurrenz: Hier könnte das Unternehmen mehr tun.

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