Diversitäts-Bericht: Apple ist wieder etwas vielfältiger geworden

Florian Matthey 2

Auch in diesem Jahr hat Apple einen Diversitäts-Bericht über das eigene Unternehmen veröffentlicht. Apple ist zumindest ein bisschen vielfältiger als vor einem Jahr – gibt aber das Ziel aus, zum vielfältigsten der ganzen Welt zu werden.

Diversitäts-Bericht: Apple ist wieder etwas vielfältiger geworden

„Das innovativste Unternehmen muss auch das vielfältigste sein“, so die Überschrift der aktualisierten Apple-Website zum Thema Diversität, über die auch der diesjährige Bericht zu finden ist. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg – auch wenn sich die Werte im vergangenen Jahr verbessert haben.

Beispielsweise waren Apple-Mitarbeiter in allen Bereichen – also sowohl IT-Berufe als auch Nicht-IT-Berufe, inklusive aller Store-Mitarbeiter – im Juni 2016 zu 68 Prozent Männer und zu 32 Prozent Frauen. 2015 waren es noch 69 und 31 Prozent. In den zwölf Monaten bis Juni 2016 stellte Apple zu 37 Prozent Frauen ein; 2015 lag dieser Wert noch bei 35, 2014 sogar nur bei 31 Prozent. Ähnlich stark ist die Zahl der unterrepräsentierten Minderheiten in den USA gestiegen: 27 Prozent der Neueinstellungen fielen im Jahr 2016 in diese Kategorie, 2015 waren es 24, 2014 21 Prozent.

In den USA beschäftigt Apple zu 56 Prozent Weiße, 19 Prozent Asiaten, 9 Prozent Schwarze, 12 Prozent Hispanics, 2 Prozent Menschen gemischter Herkunft und 1 Prozent „andere“. Der Wert der Asiaten und Hispanics ist im Vergleich zum Vorjahr um jeweils 1 Prozentpunkt gestiegen – allerdings legte auch der Wert Weißer um 2 Prozentpunkte zu. Das lässt sich offenbar aber auch durch Weggänge erklären, denn Apples Einstellungs-Praxis sollte die Minderheiten eigentlich erhöhen: Im vergangenen Jahr stellte Apple zu 24 Prozent Asiaten, zu 13 Prozent Schwarze, zu 13 Prozent Hispanics, zu 4 Prozent Menschen gemischter Herkunft und 1 Prozent „andere“ ein – und nur zu 46 Prozent Weiße.

Apple berichtet, dass das Unternehmen im letzten Jahr auch nach Unterschiede in Sachen Bezahlung für dieselbe Leistung zwischen Mitarbeitern in den USA gesucht und die Unterschiede in den identifizierten Fällen beseitigt habe. Als nächstes schaue sich das Unternehmen die Gehälter, Boni und Aktienoptionen für Mitarbeiter auf der ganzen Welt an. In den USA sollen weibliche Apple-Mitarbeiter schon jetzt „für jeden Dollar, den Männer verdienen, einen Dollar“ erhalten. Das Gleiche gelte für unterrepräsentierte Minderheiten im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen, die bei Apple arbeiten.

Apples Personalchefin Denise Young Smith erklärt, dass es bei Diversität um mehr als Geschlecht, Rasse oder Ethnie geht. „Es ist repräsentativ für alle Menschen, alle Hintergründe und alle Perspektiven. Es geht um das ganze menschliche Erleben.“

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