Die Mitarbeiter und vor allem die Manager bei Apple arbeiten sehr hart, wie immer wieder zu lesen ist. In einem amerikanischen Podcast geben zwei ehemalige Apple-Manager einen Einblick über das Pensum der Verantwortlichen und kommen zum Schluss: „Die Leute dort sind verrückt“.

 

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Tim Cook, Jony Ive und Co. investieren sehr viel Zeit in ihren Job, arbeiten hart und sind von einer 40-Stunden-Woche weit entfernt. Dies ist sicherlich nichts Neues. Doch auch von den zahlreichen Managern bei Apple wird erwartet, dass sie nahezu rund um die Uhr erreichbar sind.

Dies wird aus dem Debug-Podcast, Episode 47 (via Business Insider) deutlich, in dem die ehemaligen Apple Manager Don Melton und Nitin Ganatra über die Arbeit bei Apple sprechen. Don Melton war bei Apple „Director of Internet Technologies“ und rief die Projekte Safari und WebKit ins Leben. Nitin Ganatra war einst als „Director of iOS Apps“ in Cupertino tätig.

Demnach ist es nichts besonderes, mitten in der Nacht E-Mails von seinem Vorgesetzten zu bekommen: „Sonntagnacht ist eine Nacht der Arbeit für alle bei Apple, da jeden Montag das Meeting der Führungsetage stattfindet. Also hast du dein Telefon immer griffbereit, egal ob du am Computer sitzt oder deine Lieblingsserie anschaust“, berichtet Melton.

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Ständige Erreichbarkeit wurde erwartet

Doch nicht nur am Sonntagabend wurde von den führenden Mitarbeitern erwartet, dass sie auf Abruf bereit stehen. Wie Granatra berichtet, war es keine Seltenheit, mitten in der Nacht E-Mails von den Chefs zu erhalten: „Du bekommst diese Mail, die eigentlich gar nicht an dich gerichtet ist. Sie ist von Scott (Scott Forstall, ehemals verantwortlich für iOS bei Apple, Anm. d. Red.). Er hat sie auch nur von Steve (Steve Jobs, Anm. d. Red) weitergeleitet. Es gibt da also diesen Mail-Strang mitten in der Nacht um 2:45 Uhr und du weißt genau, dass da ein paar hohe Tiere auf eine Antwort drängen. Und das über Jahre – Woche für Woche, Monat für Monat.“

Sie kannten beide Seite der Medaille, da sie in ihren Positionen auch oftmals Anfragen „von oben“ an ihre Ingenieure weiterleiteten. Antworteten diese nicht umgehend, war das nervig für sie. So erzählte Melton über den Druck und die ständige Anspannung: „Wenn jemand in mein Büro kam und sagte, er wolle Manager sein, fragte ich ihn nur, wie er letzte Nacht geschlafen habe. Antwortete er dann ‚Gut‘, entgegnete ich ihm nur ‚Prima. Denn das war dann dein letzter guter Schlaf, den du bekommen hast.'“

Geschichten über harte und lange Arbeit sind keine PR-Storys

Apples CEO Tim Cook steht seinem Vorgänger Steve Jobs mit seiner Arbeitsmoral in Nichts nach. „Wenn du diese Geschichten von Tim Cook hörst, dass er in den frühen Morgenstunden zur Arbeit geht und erst spätabends wieder nach Hause fährt – das sind nicht nur PR-Storys. Genau so arbeiten Apples führende Köpfe. Die Leute da sind absolut verrückt.“, so Melton.

Melton und Ganatra betonen dennoch, ihre Zeit im Unternehmen genossen zu haben. Sie arbeiteten mit brillianten Kollegen zusammen, die aber auch allesamt Workaholics waren. Es gibt niemanden, der einen Job bei Apple nur auf Sparflamme ausüben kann.