EU prüft Steuerschlupflöcher für Apple & Co.

Julien Bremer 1

Die EU-Kommission hat heute bekanntgegeben, die Steuerpraxis von Apple, Starbucks und Fiat näher untersuchen zu wollen. Sie prüfen, ob die Unternehmen Steuervergünstigungen von den Staaten erhalten. Dies würde gegen europäisches Recht verstoßen.

EU prüft Steuerschlupflöcher für Apple & Co.

Die Untersuchungen der Behörden konzentrieren sich auf eventuelle Steuervergünstigungen für Unternehmen wie Apple. Kommen diese zu dem Entschluss, dass ihnen widerrechtlich Vorteile gewährt wurden, müssen die Konzerne das Geld zurückzahlen. Das Verfahren richtet sich allerdings nicht direkt gegen die Unternehmen, sondern gegen die Staaten.

In Apples Fall wäre das Irland. Das Unternehmen nutzt ein Steuerschlupfloch aus, um dem US-Fiskus zu entkommen und Steuern in Milliardenhöhe einzusparen. Mithilfe von Tochtergesellschaften in Irland zahlt Apple außerhalb der USA lediglich 3,7 Prozent Steuern auf Gewinne.

Bereits seit den 60er Jahren lockt Irland US-Konzerne mit günstigen Steuersätzen. Die irische Regierung verteidigt das System allerdings stets als transparent und nachvollziehbar.

Apple betonte in einer ersten Reaktion, keine Sonderbehandlung zu bekommen. „Apple unterliegt den gleichen Steuergesetzen wie zahlreiche andere internationale Unternehmen, die geschäftlich in Irland tätig sind“, heißt es. Demnach bezahlt der Konzern auch jeden Euro an Steuern, der von ihm verlangt wird.

Quelle: Handelsblatt
Bild via shutterstock

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