FBI knackt iPhone des San-Bernardino-Attentäters – ohne Hilfe von Apple

Holger Eilhard 25

Wie das US-Justizministerium soeben bekannt gab, konnte man auf die auf dem iPhone des Attentäters aus San Bernardino gespeicherten Daten auch ohne Apples Hilfe zugreifen. Welche Methode dabei zum Einsatz kam, ist weiterhin unklar.

FBI knackt iPhone des San-Bernardino-Attentäters – ohne Hilfe von Apple
Bildquelle: GIGA APPLE.
Update 2:
Apple hat zu dem Vorfall nun ebenfalls einen Kommentar abgegeben.

Update: CNN berichtet, dass die verwendete Methode ausschließlich auf dieses spezifische iPhone 5c angewendet werden kann. Ob das FBI die Details an den iPhone-Hersteller übergeben wird, ist nicht bekannt.

Original-News von 00:22 Uhr:
Vor einer Woche meldete das FBI überraschend, dass man eine mögliche Methode gefunden habe, um an die Daten zu gelangen. Gleichzeitig bat man darum, den angesetzten Gerichtstermin zu verschieben.

Die bislang unbekannte Methode, die dem FBI angeblich von der israelischen Firma Cellebrite demonstriert wurde, um in das iPhone 5c des Attentäters aus San Bernardino zu gelangen, hat dem jüngsten Bericht zufolge aber offensichtlich funktioniert.

Wie das US-Justizministerium nun bekannt gab (via USA Today), war Apples Hilfe entgegen früherer Behauptungen des FBI doch nicht notwendig. Laut dem offiziellen Schreiben konnte man auf die gespeicherten Daten zugreifen und bat das Gericht gleichzeitig, den Rechtsstreit nun zu beenden. Die Aufforderung an Apple, eine angepasste Variante von iOS mit Backdoor zu entwickeln, welche das Aushebeln der Verschlüsselung erleichtern soll, ist damit vorerst vom Tisch.

Die Meldung bedeutet aber gleichzeitig, dass eine bislang unbekannte Methode existiert, um zumindest in ein iPhone 5c eindringen zu können, ohne die PIN kennen zu müssen. So ist zum Beispiel nicht bekannt, ob es sich um eine Hard- oder Software-Methode, um in das iPhone einzudringen.

Gegen die bereits erwähnte Hardware-Methode, bei dem der Speicherchip des iPhone kopiert wird, sprechen Berichte, denen zufolge diese Variante zu gefährlich für die Behörden sei, da ein Datenverlust nicht ausgeschlossen werde könne.

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