FBI warnt vor Sicherheitslücken in Auto-Bordcomputern: ein Widerspruch?

Florian Matthey 1

Das FBI warnt Autohersteller vor möglichen Sicherheitslücken in ihrer Bordcomputer-Software, die Hackern aus der Ferne dramatisch viel Kontrolle über ein Auto geben kann. Widerspricht sich die Behörde da in Sachen Sicherheit selbst?

FBI warnt vor Sicherheitslücken in Auto-Bordcomputern: ein Widerspruch?

Das FBI erklärt in einer öffentlichen Mitteilung, dass Fahrzeuge immer anfälliger für Hacker-Angriffe aus der Ferne werden. Besonders besorgniserregend war die Demonstration einer Sicherheitslücke im Jeep Cherokee, die Charlie Miller und Chris Valasek im letzten Jahr durchführten: Sie konnten mehrere Kilometer entfernt das Auto beschleunigen lassen und die Klimaanlage, das Radio und die Scheibenwischer kontrollieren. Auf diesen Fall nimmt das FBI auch ausdrücklich Bezug.

AppleInsider wirft die Frage auf, ob sich das FBI damit nicht selbst widerspricht: Einerseits warne die Behörde davor, wie gefährlich es sein kann, ein Computersystem nicht richtig zu sichern. Andererseits verlange sie von Apple, das Betriebssystem auf einem iPhone zu modifizieren, um Ermittlern Zugriff auf verschlüsselte Daten zu ermöglichen.

Interessant ist, dass der Comedian John Oliver erst vor wenigen Tagen auf den Fall mit dem „gehackten Jeep“ Bezug nahm, als er im Rahmen des Streits „Apple gegen das FBI“ die Gefahren im digitalen Zeitalter demonstrieren wollte.

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