Flugweltmeister Apple: Dienstreisen für Millionen von Dollar

Holger Eilhard

In Cupertino gibt es anscheinend viele Vielflieger. Ein geleaktes Foto offenbarte in den vergangenen Stunden unter anderem, wie viel Geld Apple alleine bei United im Jahr für seine weltweiten Flüge ausgibt – und wo die Reisen hingehen.

Flugweltmeister Apple: Dienstreisen für Millionen von Dollar
Bildquelle: Holger Eilhard/GIGA.

Vielflieger bei Apple: 50 Business-Class-Tickets täglich nach Shanghai

Vor einigen Tagen veröffentlichte der Twitter-Account LAflyer ein Bild von zwei Werbetafeln der US-Airline United, die sich auf den Flughafen in San Francisco (SFO) beziehen. Dass diese Details nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für interne Zwecke bei United bestimmt waren, zeigt unter anderem das Kleingedruckte auf den Bannern, in dem auf die Vertraulichkeit der Informationen hingewiesen wird – mittlerweile wurde das ursprüngliche Bild bei Twitter sogar entfernt, wie ein Copyright-Hinweis offenbart.

Laut dem Banner ist Apple mit einem Umsatz von 150 Millionen US-Dollar im Jahr der größte Kunde von United. Auf den weiteren Plätzen folgen Facebook, Roche und Google – wenn auch mit einigem Abstand, da diese nur für mehr als 34 Millionen Dollar verantwortlich sind.

Die wichtigste Route für Apples Mitarbeiter ist wenig überraschend ein Flug von San Francisco nach China. Konkret dient Shanghai (PVG) wohl als guter Absprung zu den Standorten Zhengzhou und Shenzhen, in denen Apple seine Hardware fertigen lässt und viele Lieferanten beheimatet sind. Apple sichert sich daher bei United tagtäglich 50 Sitze in der Business-Class auf der Route zwischen San Francisco und Shanghai. Alleine an dieser Strecke verdient United 35 Millionen US-Dollar im Jahr.

Um die Fertigung seiner Hardware zu überwachen, schickt Apple seine Mitarbeiter regelmäßig nach Asien. So wird auch das iPhone XS – wie viele andere Apple-Geräte – in China gefertigt:

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Apple auf Weltreise: Auch München ist in den Top 10 vertreten

Erst auf dem vierten Platz, hinter Shanghai, Hongkong und Taipei, folgt mit London der erste Standort, der wohl nicht primär mit der Fertigung von iPhone, iPad oder Mac zu tun hat. Mit dem Münchener Flughafen auf Platz 7 ist auch ein deutsches Ziel in den Top 10 vertreten.

Die Airline bestätigte gegenüber Kif Leswing, Reporter von Business Insider, dass die Banner echt waren und man die betroffenen Unternehmen über das Leak informiert habe. Die Daten waren Teil eines Pilotprojekts, das sich auf den Flughafen San Francisco bezogen habe. Das Projekt habe man mittlerweile aber beendet.

Wer nun darauf hofft, in der Business- oder eher First-Class neben Apples CEO Tim Cook einen Platz erhaschen zu können, wird allerdings enttäuscht. Auf den Wunsch von Apples Vorstand fliegt der Apple-Chef aus Sicherheitsgründen in einem eigenen Jet, egal ob er privat oder geschäftlich unterwegs ist.

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