Fragen, die das neue Macbook Pro 2016 aufwirft [Kommentar]

Stefan Bubeck 29

Apple hat dem Macbook Pro ein lang ersehntes Update spendiert: Schneller, leichter und vor allem technisch zum Teil radikal neu. Die Touch Bar, die vorhandenen Anschlüsse und das Produkt-Line-Up – wir haben die Fragen notiert, die sich uns stellen.

Test: MacBook Pro 13 Zoll von 2016.

1. Kann Thunderbolt wirklich MagSafe, SD-Card-Reader und HDMI ersetzen?

Bei dieser Frage geht es nicht um den rein technischen Aspekt, sondern um die gelebte Praxis. Thunderbolt ist eine leistungsfähige Schnittstelle, die viele anderen Anschlüsse überflüssig macht – aber sind diese überhaupt schon tot? Beim SD-Card-Slot und bei HDMI kann man argumentieren, dass Apple einfach etwas schneller ist als die Kundschaft und die Benutzer sich mit Adaptern behelfen können. So schlimm ist das im Grunde genommen nicht.

Wo einem vielleicht aber doch noch eine Abschiedsträne aus dem Augenwinkel rollen könnte, ist MagSafe. Als dieser magnetische Netzanschluss 2006 vorgestellt wurde, war dies einer dieser Wow-Momente, die den Mythos Apple mit aufbauten. Ein von anderen Herstellern nicht beachtetes Detail, das so sinnvoll verbessert wurde, dass man sich fragte, wieso da nicht schon vorher jemand drauf gekommen ist – da macht sogar das Aufladen Spaß. Thunderbolt kann diese Magie nicht versprühen.

Aber es gibt ja auch hier schon eine „Lösung“: Das BreakSafe Kabel von Griffin.

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2. Wie schließe ich mein iPhone 7 an?

Und mein iPad? Und mein iPod? Tja, ohne USB-Type-A-Anschluss am neuen Macbook Pro muss man zum Lightning-auf-USB-C-Kabel aus dem reichhaltigen Apple-Zubehörangebot greifen.

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Die mitgelieferten und jahrelang genutzten Kabel sind sowas von 2015. Im Ernst jetzt.

 

 

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Mac Pro 2019 und seine Vorgänger: Apples interessante Ahnengalerie der Profi-Macs.

3. Was passiert mit Touch Bar unter Windows?

Die Präsentation der Touch Bar konnte überzeugen, vielleicht auch weil ein ganzer Reigen kooperierender Software gezeigt wurde: Mail, Fotos, iTunes, Final Cut, Photoshop und viele mehr bieten angepasste Features – das könnte schon sehr nützlich sein. Nun ist ein nicht zu verachtendes Argument beim MacBook die Fähigkeit, auch unter Windows zu laufen, Boot Camp sei dank. Kann Microsofts Betriebssystem von der Touch Bar profitieren oder werden einfach nur die F-Tasten eingeblendet? Wir werden sehen.

4. Sind 10 Stunden Akkulaufzeit noch zeitgemäß?

An der Stelle muss man mal wieder „Apples“ mit Birnen vergleichen: Das Dell XPS 13 läuft bis zu 22 Stunden, Microsoft verspricht für sein Surface Book i7 immerhin 16 Stunden. Die neuen Macbook Pros kommen wohl nur auf 10 Stunden und unterbieten damit sogar das gute alte Macbook Air 13 Zoll, dass sie im neuen Line-Up wohl in Zukunft ersetzen werden. Dieses hatte Power für 12 Stunden. Einen Arbeitstag wird man weiterhin überstehen – aber vielleicht ist heute bereits zwei das neue eins. Spätestens nächstes Jahr wird Apple da nachlegen müssen.

5. Vermissen wir das 11-Zoll Macbook Air?

Okay, dieses bizarr kleine Notebook mit der altertümlichen Bildschirmauflösung von 1.366 x 768 Pixel werden die wenigsten Kunden tatsächlich vermissen. Also Bye-Bye, Macbook Air 11-Zoll, deine Zeit ist vorbei. Zum Thema: Abgesang aufs MacBook Air: Danke für den Fisch und Tschüss! (Kommentar)

Aber immerhin war es lange Zeit der günstigste Einstieg in die Apple-Notebook-Welt und als minimalistische Schreibmaschine hatte es sicherlich einige Fans, die damit in einem hippen Café die Texte für einen Start-Up-Pitch fabriziert haben. Das 12-Zoll-Macbook ist dann wohl der Ersatz dafür – wenn man bereit ist, preislich eine Liga höher einzusteigen und kein Problem mit Adaptern hat.

 

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