Fusion von Apple und Microsoft: Ein mögliches Planspiel

Sven Kaulfuss 27

Es ist kein Geheimnis: Die IT-Branche stellt sich seit geraumer Zeit neu auf, Rollen werden getauscht, Firmen arbeiten oder gehen zusammen oder verschwinden vom Markt. Neueste „Vision“: Die Fusion zwischen Apple und Microsoft. Witz, Alptraum oder Chance?

Finanzanalysten sind eine gar sonderbare Spezies. Deren Fantasie ist ihr Geschäftsmodell und so spielen sie alle nur denk- und undenkbaren Szenarien des Marktes durch. Am Ende präsentieren sie ihre geistigen Ergüsse der Allgemeinheit. Nicht anders Keith Fitz-Gerald von Money Map Press. In einem Interview mit Fox Business hält Mr. Fitz-Gerald eine bisher „undenkbare“ Fusion von Apple und Microsoft in den nächsten fünf bis zehn Jahren durchaus für möglich. „Apfel“ und „Kleinweich“ bilden zusammen eine Firma?

Noch vor Jahren fiele eine solche Bemerkung unter dem Stichpunkt Satire. Fitz-Gerald präsentiert indes einen interessanten Gedankengang. Demnach wäre eine Fusion der einstmaligen Erzrivalen die einzige Chance, in Zukunft gegen das „Konglomerat“  von Google (Android) und Facebook zu bestehen. Beide Firmen würden sich in ihren Bemühungen und Kompetenzen um Inhalte, Sicherheit und das Bestreben nach Vereinheitlichung der Geräte perfekt ergänzen.

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Kommentar: Fusion Apple und Microsoft

Auch heutzutage klingt eine solche Idee noch sehr abwegig. Apple gelang in den letzten Jahren ein unvergleichlicher Aufstieg, Microsoft hingegen stagniert und verlor den Anschluss an den wachsenden Mobil-Markt. Aktuell gewinnt Apple und Microsoft gibt nach. Eine Fusion mag mittel- bis langfristig zwar ein denkbares Planspiel sein, jedoch gingen aus solch einem Zusammenschluss in der Vergangenheit selten zwei Gewinner hervor. Man erinnere sich nur an die peinliche Ehe zwischen Daimler und Chrysler – die Scheidung folgte wenige Jahre nach der „Liebesheirat“.

Auch Apple ist gut beraten (so lange wie möglich), seine Unabhängigkeit zu bewahren und etwaigen Großmachtfantasien eine Abfuhr zu erteilen. Größe bedeutet nicht immer Sicherheit – auch Rom ging am Ende zugrunde. Dagegen könnte es hilfreich sein, die Zusammenarbeit mit Microsoft noch zu intensivieren – nur weil man das Bett teilt, muss man ja noch lange nicht heiraten.

Via Cult of Mac.

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