Gerücht: Apple will die Formel 1 kaufen

Florian Matthey 26

Könnte im Rahmen des Apple-Car-Projekts eine Riesenübernahme anstehen? Gerüchten zufolge soll Apple eine solche planen – allerdings wolle das Unternehmen keinen Autohersteller kaufen, sondern die Formel 1. Ja, ihr lest richtig.

Gerücht: Apple will die Formel 1 kaufen

Der renommierte britische Formel-1-Journalist Joe Saward berichtet, dass in diesen Tagen Gerüchte um eine Übernahme der Rennserie durch niemand geringeren als Apple umgehen. Angeblich soll die Rennserie aktuell eine neue Phase der Prüfung durchlaufen, um sich auf ein Angebot durch Apple vorzubereiten.

Das Holding-Unternehmen CVC, das die entscheidenden Anteile an dem Sport im Jahr 2007 übernommen hatte, will die Beteiligung seit geraumer Zeit verkaufen. Letztes Jahr soll ein Deal über 6 Milliarden britische Pfund – aktuell rund 7,1 Milliarden Euro – geplatzt sein, seitdem suchen CVC und Bernie Ecclestone andere Interessenten. Diese Summe zu zahlen wäre für Apple ein Leichtes, allerdings wäre es gleichzeitig auch die größte Übernahme in der Firmengeschichte – den Rekord hält bisher die Übernahme von Beats für 3 Milliarden Dollar im Jahr 2014. Ansonsten übernimmt Apple in der Regel nur kleinere Unternehmen.

Warum sollte Apple aber ausgerechnet die Formel 1 kaufen wollen? Saward verweist darauf, dass Apple sich so Exklusiv-Inhalte für die eigene Set-Top-Box Apple TV sichern könnte. Vor allem könnte Apple aber Kontakte zur Automobilbranche verstärken – und zu Rennteams wie Williams und McLaren, die High-Tech-Produkte auch für Kunden anbieten. Diese könnte Apple wiederum für sein mutmaßliches Elektroauto-Projekt verwenden.

Die Formel 1 hat sich in den letzten Jahren weg von den reinen Verbrennungsmotoren hin zu einem stärkeren Einsatz von Hybrid-Motoren entwickelt – wobei der Verbrennungsmotor immer noch das Herzstück der Antriebseinheit darstellt. Parallel gibt es mit der Formel E aber auch eine rein elektrische Rennserie. Mit der Formel 1 würde Apple aber in die prestigeträchtigste aller Serien einsteigen.

Ganz so abwegig sind die Gerüchte also vielleicht gar nicht. Apple hatte kürzlich mit einer Milliarde Dollar eine ebenfalls stattliche Summe in den chinesischen Uber-Konkurrenten Didi Chuxing investiert – offiziell in erster Linie, „um dieses chinesische Marktsegment besser zu verstehen“. Früher gab es solche Beteiligungen durch Apple nicht.

Der Apple-Manager Eddy Cue ist wiederum Mitglied des Verwaltungsrates von Ferrari, dem mächtigsten Formel-1-Team, dessen früherer Präsident Luca di Montezemolo Apple auch schon einmal in Cupertino besucht hat – wobei damals wahrscheinlich auch Apple-intern noch keine Rede von einem Apple-Auto war.

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