Gestohlene iCloud-Accounts: Deadline endet heute

Oliver Janko 2

Vor wenigen Wochen tauchte eine Meldung auf, wonach Apple erpresst wird. Eine kriminelle Verbindung soll Zugriff auf Millionen iCloud-Accounts haben und fordert dafür 75.000 US-Dollar in Bitcoins. Mit dem heutigen Tag geht die Deadline für Apple zu Ende. Stellt sich die Frage, welche Auswirkungen das für die Kunden von Apple hat.

Gestohlene iCloud-Accounts: Deadline endet heute

Wir haben in den letzten Wochen ausführlich über die Thematik berichtet: Mitte März tauchte die Meldung erstmals auf, Apple bestätigte den Erpressungsfall nur kurze Zeit später. Bei den Kriminellen soll es sich um eine Gruppe namens „Turkish Crime Family“ handeln. Die fordert entweder 75.000 US-Dollar in Bitcoins oder 100.000 US-Dollar in iTunes-Karten, um die gestohlenen Daten herauszugeben. Zu Beginn der Geschichte gab es berechtigte Zweifel am Wahrheitsgehalt der Drohung, immerhin erscheinen die Forderungen vergleichsweise gering und Apple selbst bestätigte auch, dass es keinen direkten Diebstahl von Apple gegeben hat.

iPhone 7 Review.

Was ist dran an der Drohung?

Die Daten dürften vielmehr von Dritten stammen, möglich sind beispielsweise Yahoo-Hacks. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nicht einfach beliebige Apple-Nutzer betroffen sein können, sondern vielmehr Personen, die für mehrere Portale die gleichen Zugangsdaten nutzen. Die Deadline für die Zahlung an die Erpresser endet auf jeden Fall heute, was natürlich Ängste schürt.

Wir können an dieser Stelle zum Teil beruhigen. Es bietet sich auf jeden Fall an, die Passwörter zu ändern, sofern man bei mehreren Accounts die gleichen verwendet. Wer sich also bei Yahoo und in der iCloud mit den gleichen Zugangsdaten anmeldet, tut gut daran, das zu ändern. Fraglich ist darüber hinaus, ob die Erpresser tatsächlich wie angegeben über 300 Millionen Konten knacken konnten; die Zahl erscheint recht hoch gegriffen. Zwar haben die Kollegen von ZDNet bestätigt, dass die Erpresser tatsächlich Account-Daten stehlen konnten, die berufen sich allerdings auf eine nicht wirklich repräsentative Menge von 54 Beispieldatensätzen, welche die Hacker zur Verifizierung preisgegeben haben.

Was also tun, um auf Nummer sicher zu gehen? Klar natürlich: Das Passwort regelmäßig ändern, auch wenn das mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Die Zwei-Wege-Authentifizierung bietet zusätzlichen Schutz, außerdem sollte das Passwort entsprechend sicher gestaltet werden. Mehr Infos dazu haben wir in diesem Artikel zusammengefasst. Bleibt abzuwarten, wie die ganze Story weitergeht. Bislang gibt es noch keine neuen Informationen, wir halten euch aber auf dem Laufenden.

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