GT Advanced erhebt Vorwürfe gegen Apple: „Lockvogel-Taktik“

Julien Bremer 12

Verantwortliche von Apples ehemaligem Partner GT Advanced haben schwere Vorwürfe gegenüber dem Technikkonzern aus Cupertino erhoben. Demnach lockt Apple erst die Zulieferer mit attraktiven Verträgen und ändert nachträglich die Bedingungen.

GT Advanced erhebt Vorwürfe gegen Apple: „Lockvogel-Taktik“

Die Vorwürfen stammen aus einer schriftlichen Erklärung von GT Advanced (via 9t05mac). Darin behauptet Daniel Squiller, COO des Unternehmens, dass Apple zunächst versprochen hat, 2.600 Öfen für die Saphir-Herstellung zu kaufen und seinem Zulieferer zur Verfügung zu stellen. Später änderte Apple die Bedingungen und bot nur noch an, das Geld zu leihen, damit GT Advanced die benötigten Öfen selbst kaufen könne. Außerdem habe sich Apple nie dazu verpflichtet, bestimmte Mengen an Saphir von GTAT abzukaufen.

Als die Verantwortlichen des Saphir-Herstellers ihre Bedenken bezüglich der neuen Abmachungen äußerten, sollen Apple-Verantwortliche geantwortet haben, dass mit anderen Zulieferern ähnliche Verträge geschlossen werden und man sich jetzt nicht „in die Hosen machen“ solle. Für GT Advanced soll es zu diesem Zeitpunkt aber bereits zu spät gewesen sein, sich nach anderen Partnern umzuschauen, sodass man keine andere Wahl hatte, außer den Vereinbarungen zuzustimmen.

Weiter heißt es, dass Apple genau gewusst habe, dass GT Advanced das Geld ausgeht und der Zulieferer Insolvenz anmelden muss, aber nie ein Angebot kam, um diese abzuwenden.

Apples Anwälte wiesen diese Anschuldigen als diffamierend und falsch zurück.

Apple und GT Advanced gingen im vergangenen Jahr eine Kooperation ein und errichteten in Arizona eine gemeinsame Fabrik zur Forschung und Herstellung an Saphir. Anfang Oktober musste der Saphir-Spezialist überraschend Insolvenz anmelden.

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