Apple muss sich wieder einmal einem Gerichtsverfahren stellen. Dieses Mal geht es um das mutmaßlich wettbewerbswidrige Abwerben von Experten bei einem Batterie-Hersteller. Mindestens einer dieser Experten arbeitete an Batterien für Hybrid-Autos.

 

Apple iCar

Facts 

Law 360 (via 9 to 5 Mac) berichtet von der Klage, die das Unternehmen A123 Systems gegen Apple eingereicht hat. Insgesamt soll Apple fünf ranghohe Mitarbeiter bei A123 Systems abgeworben haben, was nach Auffassung von A123 Systems gegen entsprechende Klauseln in den Verträgen der Mitarbeiter verstößt.

Die Abwerbungen sollen zum Teil bis zum Juni des letzten Jahres zurückreichen. A123 Systems beklagt sich, dass der Weggang der Mitarbeiter das Unternehmen vor große Probleme stelle; zum Teil seien die Projekte, die die ehemaligen Angestellten leiteten, mehr oder weniger zum Stillstand gekommen. A123 Systems hat die Arbeitscomputer der Mitarbeiter im Anschluss überprüft und auf diesen E-Mails gefunden, aus denen klar hervorgehe, dass Apple die Personen aktiv abgeworben habe.

Dass Apple sich für Experten in Sachen Batterien interessiert, ist nicht überraschend - die Leistungsfähigkeit eines Akkus ist gerade bei Smartphones ein wichtiges Argument für oder gegen einen Kauf. Bemerkenswert ist allerdings ein Detail, das Mac Rumors aufgefallen ist: Der Ex-A123-Mitarbeiter und heutige Apple-Angestellte Dapeng Wang hat bei A123 unter anderem Batterien für Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge entwickelt. Seit ein paar Tagen machen bekanntlich Gerüchte um ein Apple-Elektroauto die Runde.

Batterien für Fahrzeuge scheinen bei A123 Systems eine wichtige Rolle zu spielen, zumindest werden diese Produkte auf der eigenen Website besonders prominent beworben. Gut möglich also, dass es sich bei dem Gerichtsverfahren um einen weiteren Hinweis für ein „iCar„-Projekt handelt.