„Ich war ein Schandfleck“: Steve Jobs' Tochter rechnet mit ihrem Vater ab

Johann Philipp 8

Apple-Gründer Steve Jobs war das Genie der Tech-Welt. Menschlich, vor allem gegenüber seiner Familie, allerdings kein Vorbild. Das soll ab September ein Buch seiner ältesten Tochter Lisa Brennan-Jobs beweisen. So hart rechnet sie mit ihrem Vater ab.

„Ich war ein Schandfleck“: Steve Jobs' Tochter rechnet mit ihrem Vater ab
Bildquelle: Apple.

Apple-Chef knallhart: „Das ist nicht mein Kind“

iPhone-Erfinder, Apple-Retter und legendärer Kopf des wertvollsten Unternehmens der Welt. So wird Steve Jobs meistens dargestellt. Seine älteste Tochter gibt nun einen ganz anderen Einblick in das Leben des Apple-Chefs und erhebt schwere Vorwürfe.

Ihr Buch „Small Fry“ soll Anfang September erscheinen. Das Nachrichtenmagazin „Vanity Fair“ veröffentlicht erste Auszüge und es wird schnell klar, dass Brennan-Jobs ihren Vater in keinem guten Licht stehen lässt. Sie schreibt Zeilen wie: „Für ihn war ich ein Schandfleck in seinem spektakulären Lebenslauf“.

Wie konnte es so weit kommen? Lisa Brennan-Jobs erzählt die ganze Geschichte: 1978 wurde sie auf einem Bauerhof in Oregon geboren. Steve Jobs war nicht da. Er kam erst Tage später und erzählte allen auf dem Hof, dass sie nicht sein Kind sei. Erst als Lisa zwei Jahre alt war, belegte ein Vaterschaftstest, dass sie tatsächlich von ihm stammte. Daraufhin musste Jobs monatlich 385 US-Dollar Unterhalt zahlen, die er auf 500 US-Dollar aufstockte.

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Jobs zu seiner Tocher: „Du bekommst gar nichts“

Vier Tage nach den Verhandlungen zum Unterhalt ging Apple an die Börse und ihr Vater war 200 Millionen Dollar schwer, schreibt Lisa in ihrem Buch. Außer der nötigen Unterhaltskosten habe er ihre Familie finanziell aber nicht unterstützt.

Mehr noch, Jobs sei bei Besuchen ihr gegenüber häufig verletzend gewesen. So beispielsweise auf die Frage, ob sie irgendwann seinen Porsche haben könnte, wenn er den Wagen selbst nicht mehr brauche.

Seine Antwort: “Absolut nicht. Du bekommst gar nichts. Verstehst du? Nichts. Du bekommst nichts.“ Ihr Vater sei weder in Sachen Geld, Essen noch mit seinen Worten großzügig gewesen, lautet das Urteil seiner Tochter.

Auch als Steve Jobs an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, die Krankheit, an der er später starb, wurde die Beziehung nicht besser. Kurze Zeit vor seinem Tod sollen seine letzten Worte zu seiner Tochter gewesen sein: „Du riechst wie eine Toilette.“

Quelle: Vanity Fair, FAZ

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