iMac mit USB-C-Ports im kommenden Jahr, Magic Keyboard mit Touch Bar in Entwicklung

Holger Eilhard 14

Nachdem Tim Cook in einer internen Mitteilung neue Macs versprochen hatte, folgt nun ein Bericht, der einen besseren Einblick in Apples Mac-Team gibt, die aktuellen Probleme erklärt und auch einen Ausblick auf kommende Hardware gibt.

iMac mit USB-C-Ports im kommenden Jahr, Magic Keyboard mit Touch Bar in Entwicklung

Wieder einmal ist es der in der Regel gut informierte Mark Gurman, der für Bloomberg eine lange Übersicht der aktuellen Situation rund um den Mac und Apple im Allgemeinen zusammengestellt hat.

Gurman führte hierzu Interviews mit Personen, die über die interne Lage bei Apple informiert sein sollen. So soll es etwa Probleme beim Design des kürzlich vorgestellten MacBook Pro gegeben haben. Apples Techniker wollten ursprünglich Akkus verwenden, die sich an die Form des Gehäuses anpassen und so eine gesteigerte Kapazität bieten könnten.

Aufgrund eines Fehlers bei einem wichtigen Tests konnte Apple diese jedoch nicht wie geplant ausliefern. Um jedoch das wichtige Weihnachtsgeschäft nicht zu verpassen, entschloß man sich, eine alternative Technik zu verwenden. Das Resultat waren die mittlerweile bekannten Berichte über kurze Akkulaufzeiten, welche darin endeten, dass Apple die Anzeige der verbleibenden Laufzeit aus macOS 10.12.2 entfernt hatte.

Die Entscheidung, das Design zu ändern, bedeutete, dass andere Ingenieure für die Entwicklung umdisponiert werden mussten. Dies führte dazu, dass die Entwicklung anderer Macs darunter leiden musste.

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Neuorganisation des Software-Teams

Änderungen in der Entwicklungsabteilung sorgten angeblich ebenfalls dafür, dass es nun nur noch ein allumfassendes Team gibt. Ein dediziertes Team für macOS hat Apple gestrichen, und die Priorität liegt laut dem Bericht klar bei iOS.

Gleichzeitig haben bei Apple nun dünne Geräte mit möglichst wenigen Ports Priorität, da sich diese Features bei iPhone und iPad gut verkauft haben. So soll etwa vom diesjährigen MacBook eine Version existiert haben, die neben Touch ID auch einen zweiten USB-C-Port besaß. Apple entschloss sich stattdessen dazu, eine Version Roségold anzubieten. Beim MacBook Pro hat man sich dagegen entschieden, da die Farbe bei der Größe des Geräts nicht gut ausgesehen haben soll.

Diese interne Umstrukturierungen sollen dazu geführt haben, dass diverse Mac-Ingenieure und -Manager entweder die Teams gewechselt oder das Unternehmen komplett verlassen haben. Der Grund soll neben eines weniger stressigen Arbeitsumfeldes bei einigen Mitarbeitern auch die unklare Zukunft der Mac-Hardware gewesen sein.

Neuer iMac mit USB C und AMD-Grafik in 2017

Gurman beendet seinen Bericht mit einer kurzen Vorschau auf das kommende Jahr. Große Designneuerungen solle man nicht erwarten. Stattdessen werden USB-C-Ports auch im nächsten iMac Einzug halten, welcher mit einem Grafikchip von AMD ausgestattet werden soll. Für das MacBook und MacBook Pro soll es hingegen kleinere Performanceverbesserungen dank neuer Prozessoren geben.

Apple testet des Weiteren derzeit auch eigenständige Varianten des Magic Keyboards, welche die vom MacBook Pro bekannte Touch Bar integrieren. Ob diese jemals in den Verkauf gelangen werden, will Apple am Erfolg der Features im neuen MacBook Pro abhängig machen.

Ob und wann ein neuer Mac Pro oder Mac mini erscheinen soll, konnte Gurman nicht sagen. Apple soll aber überlegt haben, die Produktion des Mac Pro aus Texas wieder nach Asien zu verlagern. Grund seien neben der günstigeren Produktion auch die Fähigkeiten der dortigen Hersteller. Ob dies aufgrund der derzeitigen politischen Lage in den USA passieren wird, ist aber nicht klar.

Quelle: Bloomberg

MacBook Pro (2016) bei Apple *

Test: MacBook Pro 13 Zoll von 2016.

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