In-App-Käufe: EU verlangt Lösungen von Apple und Google

Julien Bremer 15

Apple und Google sind für die Betriebssysteme auf dem Großteil aller mobilen Geräte verantwortlich. Wie MacRumors berichtet, hat die EU die beiden Unternehmen zu einem Gespräch gebeten, in dem es um In-App-Käufe gehen soll.

In-App-Käufe: EU verlangt Lösungen von Apple und Google

Viele Apps oder Spiele basieren auf einem sogenannten „Freemium“-Modell. Das bedeutet, das Programm an sich ist kostenlos, doch will man zusätzliche Objekte oder Optionen freischalten, muss man diese in der App kaufen.

Die EU-Kommission will die beiden Unternehmen nun um Lösungen bitten, um in erster Linie Kinder vor diesen In-App-Käufen besser zu schützen. Sie sollen vor unbeabsichtigten Transaktionen und unerwarteten Kosten geschützt werden. Dafür will man mit der Industrie nach Lösungen suchen, ohne dabei das Potenzial und Wachstum im Markt der In-App-Käufe zu sehr zu hemmen.

Der Kommission liegen dabei vor allem vier Punkte am Herzen:

  • Den Kindern soll deutlich gemacht werden, dass Freemium-Apps nicht immer free, also kostenlos sind, sondern sehr wohl auch Kosten mit sich ziehen können.
  • Die In-App-Käufe dürfen sich nicht in erster Linie an Kinder richten.
  • Wenn ein Kind einen Kauf innerhalb einer App tätigen möchte, braucht es die ausdrückliche Genehmigung seiner Erziehungsberechtigten.
  • Die App-Betreiber müssen eine E-Mail-Adresse einrichten, an die sich Kunden wenden können, wenn es doch zu einem ungewollten Kauf gekommen ist.

Apple hat mit ähnlichen Fällen in den USA bereits Erfahrungen gemacht und gewährte Eltern mehrmals volle Rückerstattungen, wenn ihr Kind unerlaubt solche in-App-Käufe tätigte. Seit iOS 3.0 hat Apple diese Käufe in den Programmen genehmigt und verlangt seit der Version 4.3 vor der Transaktion ein Passwort. Benutzer können die in-App-Käufe in den Einstellungen auch komplett deaktivieren. Dafür müsst ihr unter Einstellungen > Allgemein > Einschränkungen die In-App-Käufe einfach ausschalten.

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