Internes Town-Hall-Meeting: Tim Cook spricht über iPhone, iPad und Apples Zukunft

Holger Eilhard

Nach der Präsentation der Quartalszahlen Ende Januar haben Tim Cook und seine Führungsetage zu einem internen Meeting in Cupertino gerufen. Auf der Agenda standen neben iPhone und iPad auch Details zur Unternehmens-Zukunft.

Die Details des Town-Hall-Meetings wurden von Mark Gurman auf 9to5Mac veröffentlicht, dessen Quellen in Cupertino anwesend waren.

Sowohl CEO Tim Cook, als auch der neue Chief Operating Officer (COO), Jeff Williams, waren die Redner. Den Anfang machte Cook und nannte weitere Details zu den jüngsten Quartalszahlen. Unter anderem sagte er, dass die Apple Watch eines der beliebtesten Geschenke im Weihnachtsquartal war.

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Arbeitsplatz für Apple-Nutzer: Tische, Stühle und weitere Anregungen im Überblick

Ohne konkrete Zahlen zu nennen, sagte Cook, dass sie sich besser verkauft haben soll als das erste iPhone in seinem ersten Weihnachtsquartal im Jahr 2007. Zur Erinnerung: Damals waren es 2,315 Millionen Smartphones.

Als Reaktion auf die schleppenden iPad-Verkäufe sagte er, dass sich die Einnahmen gegen Ende 2016 wieder normalisieren würden. Er sei weiterhin ein großer Fan des iPad. Laut den Quellen soll er für seine Notizen ein iPad Pro genutzt haben.

Cook sagte weiter, dass das letzte Quartal äußerst erfolgreich für Apple TV gewesen sein soll. Apple habe mehr Set-Top-Boxen verkaufen können als je zuvor in einem Weihnachtsquartal. Des Weiteren sollen Apple TV und tvOS eine Grundlage für eine glänzende Zukunft von Apple im Wohnzimmer bieten. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Gerüchte, dass Apple mit Inhaltsanbietern verhandelt, um einen eigenen TV-Streaming-Dienst anbieten zu können.

Der Apple-CEO soll sich auch sehr zuversichtlich gezeigt haben, was zukünftige Software, Hardware und Dienste angeht. So teste man derzeit mit Apple Music für Android, wie man die eigenen Dienste auf andere Plattformen ausweiten könne. Es darf also auf eine Portierung weiterer Apple-Dienste auf Googles Plattform gehofft werden.

Apple Campus 2: Einzugsbereit im Januar 2017

Neben Details zur Hard- und Software ging er weiter und gab seinen Mitarbeitern ein Update zum Campus 2, der derzeit in Cupertino, Kalifornien entsteht. Die Fertigstellung wird derzeit für Ende 2016 erwartet. Cook sagte nun, dass die ersten Mitarbeiter Ende Januar 2017 einziehen werden.

Apple Campus 2 Aerial Video Dezember 2015

Er betonte, dass er sich insbesondere auf das neue Auditorium freut. Dies gebe Apple mehr Flexibilität bei der Event-Planung und reduziere die Abhängigkeit auf die Bühnen in San Francisco oder San Jose. Der neue Campus sei ein Geschenk an die zukünftigen Apple-Mitarbeiter, so Cook.

Verbesserte Sozialleistungen

Weiter ging es mit neuen Leistungen für seine Mitarbeiter. So können diese in Zukunft bis zu vier Wochen bezahlten Urlaub beantragen, wenn sie sich um ein krankes Familienmitglied kümmern. Dazu kommt, dass die jüngste Erweiterung des Mutter-/Vaterschaftsurlaubs nun auch in vielen Ländern außerhalb der USA gilt. Angela Ahrendts, Apples Retail-Chefin, soll weiter gesagt haben, dass sie an neuen Programmen arbeitet, um das Personal auch in Zukunft bei Apple zu halten.

Der neue COO, Jeff Williams, äußerte sich außerdem zur aktuellen Lage rund um Apples Zulieferer. So werde man in Kürze ankündigen, dass die seit dem vergangenen Jahr genutzten Metalle auf konfliktfreier Produktion stammen.

Blick in die Zukunft

Tim Cook beendete das Meeting mit einem Blick in die Zukunft Apples. Wenig überraschend spielt das iPhone weiter die Hauptrolle. Einer der wichtigsten Wachstumsmärkte in den kommenden Jahren sei Indien. Man plant derzeit die dortige Öffnung des ersten Apple Stores.

Aber auch China sei weiterhin äußerst wichtig für die Zukunft. Daher plant man derzeit die Eröffnung des 40. Apple Stores Ende des kommenden Sommers.

Laut Cook benötige man für die Wachstumsmärkte keine günstigeren iPhones. Die Forschung habe gezeigt, dass auch die dortige Kundschaft bereit sei für ein besseres Produkt mehr zu zahlen.

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