Der Wechsel eines Journalisten von einem Online-Magazin zu Apple hat ein „Gschmäckle“: Chris Ziegler, ehemaliger Mitarbeiter des Technikportals The Verge, arbeitete mehrere Wochen parallel für Apple. Die Berichterstattung habe das aber nicht beeinflusst.

Der Verge-Chefredakteur Nilay Patel berichtet über die parallele Tätigkeit von Chris Ziegler für Apple und das Technikportal. Im Juli habe Ziegler begonnen, für Apple zu arbeiten, ohne dies seinen Verge-Kollegen mitzuteilen. In diesem Monat sei er weiterhin aktiv für das Technikportal gewesen.

Im August und September sei er jedoch für seine bisherigen Kollegen kaum noch erreichbar gewesen und habe auch keine Beiträge mehr beigesteuert. Anfang September habe man erfahren, dass Ziegler für Apple arbeitet und das Arbeitsverhältnis dann umgehend beendet. Ein Mitarbeiter des Mutterunternehmens Vox Media habe daraufhin eine Prüfung durchgeführt, um herauszufinden, ob Zieglers neue Anstellung die Berichterstattung und redaktionelle Entscheidungen bei Verge irgendwie beeinflusst habe.

Die Prüfung habe Gespräche mit Mitarbeitern, die Durchsicht von E-Mails und Slack-Logs und Login-Statistiken umfasst. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass der Interessenkonflikt Zieglers keine Auswirkungen auf die Arbeit von The Verge gehabt habe. Sollte doch noch ein Ziegler-Artikel auftauchen, der beeinflusst gewesen sein könnte, werde man diesen nachträglich mit einem entsprechenden Hinweis versehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein hochrangiger IT-Journalist zu Apple wechselt: Vor zwei Jahren wechselte beispielsweise der AnandTech-Gründer Anand Lal Shimpi von seinem IT-Blog zu Apple. Damals allerdings ohne einen Interessenkonflikt: Shimpi verließ sein bisheriges Projekt umgehend, bevor er die neue Tätigkeit aufnahm. Warum Ziegler dies anders handhabte, ist unklar.

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